Zu lange in Quarantäne wegen Softwarefehler

Written by on 5. November 2020

In Großbritannien wurden gleich mehrere Tausend Menschen länger in Selbstisolation verbringen als notwendig.

In einer zum Contact Tracing verwendete Software der britischen Gesundheitsbehörde wurde ein Fehler entdeckt, der zur Folge hatte, dass falsche Informationen zur Dauer der gesetzlich verpflichtenden Quarantänedauer verschickt wurden. Betroffen waren 7.230 Briten, die entweder positiv auf Covid-19 getestet wurden oder die nahen Kontakt zu Infizierten hatten.

Länger als notwendig in Isolation

Die Gesundheitsbehörden gestanden nun ein, dass tausende Betroffene zu lange Zeit in Selbstisolation verbringen mussten. Es dürften sich um ein bis zwei Tage gehandelt haben. Von Behördenseite wurden betroffenen Personen sofort informiert worden, sobald der Fehler entdeckt worden war. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Quarantäne für 2.500 Menschen bereits vorbei.

Positiv getestete Personen müssen in Großbritannien 10 Tage in Quarantäne verbringen. Kontaktpersonen wird eine Selbstisolation von 14 Tagen auferlegt.

Eine Panne kommt selten allein

Die britischen Gesundheitsbehörden verfolgt gerade eine technische Pechsträhne. Erst vor einem Monat wurde eine Panne in Microsoft Excel bekannt, ddie dazu führte, dass 16.000 Corona-Infektionen nicht gemeldet wurden.

Am Wochenende kam es auch in der Corona-App der Briten zu einer unbeabsichtigten Änderung: Der Risiko-Schwellenwert, der beim Überschreiten zu einer Aufforderung zur Selbstisolation führt, wurde gesenkt.

Links:
Bericht der BBC


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