YouTube setzt Maßnahmen gegen QAnon

Written by on 19. Oktober 2020

Immer mehr Social Media-Plattformen wollen den Verschwörungstheorien wie QAnon Einhalt gebieten.

Die Bewegung rund um die abstruse Verschwörungstheorie QAnon bekommt nun weiteren Gegenwind. Zunächst gingen Twitter und Facebook gegen deren Inhalte vor, nun verschärft auch YouTube seine Gangart. Die Videoplattform kündigte an, Inhalte mit Verschwörungscharakter konsequent entfernen zu wollen, wenn diese zu Gewalt aufrufen. In dem Blogbeitrag benennt YouTube ausdrücklich die Ideen von QAnon als gefährlich.

Im Zentrum des QAnon-Weltbilds steht eine angebliche Verschwörung im Regierungsapparat der USA gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Bekannte Politiker der Demokraten würden sich mit Hormonen behandeln lassen, die aus dem Blut von entführten Kindern gewonnen würden. Zu dem Verschwörungskomplex gehört auch die „Pizzagate“-Theorie – Ende 2016 stürmte ein Mann eine Pizzeria in Washington, um dort angeblich eingesperrte Kinder zu retten. Der Mann wurde festgenommen und es kam zu keinen Verletzten.

YouTube betont auch, gegen Hate Speech zu sein: Nutzern, die andere einen Zusammenhang mit QAnon oder Pizzagate vorwerfen, müssten mit Konsequenzen rechnen.

Facebook und Twitter: Schritte gegen QAnon

Erst Anfang Oktober verlautbarte Facebook, Seiten und Gruppen in Zukunft zu löschen, wenn diese Ideen von QAnon verbreiten. Dies gilt auch für Instagram, das zu Facebook gehört. Vorangegangen war Mitte August eine Ankündigung, gegen Nutzer vorgehen zu wollen, die im Namen von QAnon zu Gewalt aufrufen oder androhen. Schon davor sperrte Twitter einigen QAnon-Anhängern im Juli die Nutzerkonten – mehrere Tausend Accounts waren davon betroffen.

QAnon gewann in den vergangenen Monaten weiter an Bekanntheit in den USA. Bei der Parlamentswahl, die zusammen mit der Präsidentenwahl am 3. November ansteht, sind aufseiten der Republikaner mehrere Kandidaten im Rennen, die Sympathien für QAnon-Gedankengut gezeigt haben. Auch Trump verbreitete bei Twitter wiederholt Inhalte von QAnon-Anhängern weiter.


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