Web-App verhindert Gesichtserkennung durch Software

Written by on 25. Januar 2021

Bilder von Gesichtern werden durch die Anwendung so verändert, dass sie durch eine Gesichtserkennungssoftware nicht mehr identifizierbar sind.

Eine Web-App namens LowKey soll es ermöglichen, Nutzerfotos soweit abzuändern, dass sie durch intelligente Überwachungssoftware nicht mehr erkannt werden kann. Entwickelt wurde die Anwendung von Forschern der University of Maryland und der US Naval Academy, die gegen automatisierte Gesichtserkennung arbeiten. Für das menschliche Auge ändern sich die Gesichter kaum, für die Software von Amazon und Microsoft sind sie jedoch nicht mehr als solche zu erkennen.

Deren Software würde Bilder von Gesichtern von Datenbanken sammeln, wie sie von sozialen Netzwerken angelegt werden. Der Algorithmus von LowKey baut Störungen ins Foto ein, die es der Gesichtserkennungssoftware unmöglich macht, Gesichter zu erkennen. Dabei werden besonders jene Merkmale stark abgehändert, die solche Software ausliest. Damit sei LowKey das erste Produkt, das wirksam gegen kommerzielle Gesichtserkennungsschnittstellen funktioniert.

Kein umfassender Schutz

Auch der Test mit Amazons Software „Rekognition“ zeigt überzeugende Ergebnisse: Kann Rekognition normalerweise 93,7 Prozent der Fotos richtig zuordnen, sinkt die Erfolgsrate auf 0,6% bei von LowKey bearbeiteten Bildern. Die Software „Azure Facial Recognition API“ von Microsoft schaffte sogar nur 0,1 Prozent. Allerdings geben die Forscher zu, dass besonders robuste Gesichtserkennungssoftware auch durch LowKey veränderte Fotos von Gesichtern noch erkennen könnte.

Links:
Artikel von The Register
Webseite von LowKey


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