Vinyl-Verkaufszahlen höher als bei CDs

Written by on 15. September 2020

Die Schallplatte als Retro-Produkt konnte einen historischen Sieg einfahren: erstmals seit 1986 war mit den Vinyl-Tonträgern mehr Geld zu holen als mit CD-Verkäufen.

Die Musikindustrie in den USA vermeldet, dass Schallplatten mittlerweile anscheinend nicht nur bei Retro-Liebhabern beliebt sind. Denn im ersten Halbjahr 2020 verdienten Plattenfirmen mit Vinyl-Verkäufen mehr als mit dem Absatz von CDs als Tonträger – ganz aktuell ist dies aus den Daten de Recording Industry Association of America (RIAA) herauszulesen. Der Umsatz mit physischen Tonträgern (232 Millionen US-Dollar) stützt sich zu 62 Prozent auf die Verkäufe von Schallplatten. Für den Gesamtumsatz am Musikmarkt ist dieser Anteil eher gering, da die Vinyl-Verkäufe nur 4% des Volumens ausmachen.

Corona: Digitalisierungsschub in der Musikindustrie

Erstmals seit 1986 übernimmt also Vinyl wieder die Führung gegenüber dem moderneren CD-Format. Marktführer damals war allerdings noch die Musikkassette, die für ca. 56 Prozent der Gesamtumsätze sorgte.

Im Jahr 1986 waren diese drei Tonträger noch im Rennen am Musikmarkt: Vinyl, Kassette und CD.

Außerdem ging der Markt für physische Tonträger seither deutlich zurück, im ersten Halbjahr dieses Jahres sogar um ein Viertel. Als Grund sieht die RIAA die Schließung vieler Geschäfte und abgesagte Konzerte in Folge der Corona-Pandemie.

Gestreamte Musik ist die unangefochtene Nummer eins für den Umsatz der Plattenfirmen. 85 Prozent der Umsätze (4,8 Milliarden Dollar) wurden durch Streaming über Dienste wie Spotify, Amazon oder Apple Music erzielt. Das Wachstum beläuft sich hier auf 12 Prozent.


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