Unschuldiger wegen Gesichtserkennung verurteilt

Written by on 31. Dezember 2020

Seit bekannt wurde, dass die Software von Clearview AI einen Unschuldigen ins Gefängnis brachte, wird diese nicht mehr eingesetzt.

Im vergangenen Jahr musste der US-Amerikaner N. Parks unschuldig zehn Tage im Gefängnis abbüßen. Als „Zeuge“ für seine Straftat war eine Software zur Gesichtskennung herangezogen worden, die die Polizei in New Jersey für die Identifikation von Kriminellen nutzt. Wie sich herausstellte, war N. Parks mit dem Täter verwechselt worden.

Der Vorwurf lautete, N. Parks habe in einem Hotel in Woodbridge Snacks und Süßigkeiten gestohlen, außerdem habe er auf der Flucht einen Polizeiwagen gerammt. Obwohl Parks bekräftigte, noch nie in Woodbridge gewesen zu sein und weder über Führerschein noch Auto zu verfügen, wurde er angeklagt.

Gegenklage

Die Anklage stützt sich dabei nur auf die Ergebnisse aus der künstlichen Intelligenz und konnte weder DNA-Spuren noch Fingerabdrücke mit ein beziehen. Nach seiner Freilassung verklagte Parks mit seinem Anwalt Daniel Sexton den Stadt Jersey,  den Bürgermeister John McCormac, die jeweiligen Polizeibeamten und das Bezirks-Gefängnis an. Sie erheben den Vorwurf, die Rechte von Parks seien dadurch verletzt worden, dass sich die Behörden nur au die Software verlassen haben.

Ebenfalls klagen diese falsche Haft sowie eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung an. Für die erlittenen physischen und emotionalen Schmerzen verlangt Sexton im Namen seines Klienten eine Kompensation.

Software mit Fehlern

Die Software mit künstlicher Intelligenz, die den falschen Täter ins Gefängnis brachte, kommt von der Firma Clearview AI. Zur Identifikation werden Milliarden von Bilder auf Social-Media-Plattformen herangezogen. Seitdem Parks unschuldig im Gefängnis saß, wurde die Verwendung der Software für die Polizei untersagt.

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Artikel von NJ Advance Media


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