Tierbeobachtung aus dem All

Written by on 11. September 2020

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse verspricht sich das Projekt „Icarus“ durch die Beobachtung von Tierbewegungen aus dem All.

Aus ganz neuer Perspektive betrachtet das deutsch-russische Projekt „Icarus“ (International Cooperation for Animal Research Using Space) die Welt der Tiere. Aus dem All können Wanderrouten von Tieren besser nachvollzogen werden, sodass Schutzzonen angepasst werden können. Aber auch die Verbreitung von Epidemien soll mit diesen neuen Erkenntnissen eingeschränkt werden. Durch ein besseres Verständnis von tierischem Verhalten könnten auch Naturkatastrophen früher erkannt werden. Es gilt als erwiesen, dass sich Tiere vor Ereignissen wie Erdbeben auffällig verhalten. Damit kann das Tierverhalten als eine Art Frühwarnsystem dienen.

Großes wissenschaftliches Interesse

Die Testphase hat „Icarus“ bereits im Frühling absolviert. Martin Wikelski, der wissenschaftliche Leiter vom Konstanzer Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie, zeigt sich zufrieden mit dem mehrmonatigen Testlauf. „Die Datenübertragung vom Boden zur ISS funktioniert 10 bis 15 Mal besser als gedacht.“

Mehrere hundert Forschungsgruppen hätten mittlerweile an der Nutzung von Icarus Interesse bekundet. Derzeit sind auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Projekt beteiligt.

Links:
Das Projekt „Icarus“


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