Supercomputer entsteht auf europäischem Boden

Written by on 20. Oktober 2020

In Italien baut der Anbieter Atos einen neuen Supercomputer, finanzielle Unterstützung erhält das Unternehmen durch EU-Förderungen.

120 Millionen Euro werden für den geplanten Superrechner „Leonardo“ veranschlagt. Dafür gibt es auch einiges an Output: Die Rechenleistung soll 250 Petaflops betragen, die Speicherkapazität ganze 100 Petabyte. Gebaut wird Leonardo im Rechenzentrum des italienischen Universitätsverbundes Cineca in Bologna. Aktuell überholt den geplanten europäischen Supercomputer nur Fugaku aus Japan, der über noch mehr Rechenleistung verfügt. Allerdings: auch andere Megacomputer werden bis zum Projektende 2021 nachgerüstet haben.

1.000 Petaflops = 1 Exaflop

Der derzeit stärkste Supercomputer Europas kommt auf eine Rechenleistung von „nur“ 35,4 Petaflops und steht ebenfalls in Italien. HPC 5 hat also nicht einmal ein Siebtel der Leistung von Leonardo. Die Maßeinheit Petaflops beschreibt, dass pro Sekunde eine Billiarde (1.000 Billionen) Gleitkommaoperationen gerechnet werden. Leonardo soll einen Zwischenstritt zur nächsten evolutionären Stufe sein – dem Exaflop, also tausend Petaflops.

Die Hardware stammt zu großen Teilen aus amerikanischer Entwicklung von Herstellern wie Nvidia (Grafikchips) oder Intel (Server-Prozessoren). EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte im September Investitionen von acht Milliarden Euro in Supercomputer angekündigt. Abgesehen von Leonardo sollen auch Supercomputer Bulgarien, Tschechien, Finnland, Luxemburg, Portugal, Slowenien und Spanien entstehen. Dahinter steck das Ziel, die europäische Forschung am Gebiet der künstlichen Intelligenz zu beschleunigen.  


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