Strafe für Apple: Kein Ladegerät mitgeliefert

Written by on 22. März 2021

Konsumentenschützer errangen nun ein Sieg gegen den iPhone-Hersteller, da im Lieferumfang des neuen iPhone 12 kein Ladegerät inkludiert war.

Der Konsumentenschutz in Brasilien bäumt sich gegen den Apple-Konzern auf. Da das Unternehmen das neuen iPhone 12 kein Ladegerät beilegt, wurde der Hersteller nun von der Konsumentenschutzbehörde Procon-SP zu einer Strafzahlung verurteilt. Für „den Verkauf eines Geräts ohne Ladegerät, irreführende Werbung und unlauteren Bedingungen“ muss Apple nun rund 1,6 Millionen Euro zahlen.

Das Ladegerät würde dem neuen Handy nicht mehr beigelegt, um unnötigen Abfall zu vermeiden, so Apple. Die Behörde konnte jedoch nicht feststellen, dass dieses Vorgehen umweltschonend ist. Apple konnte auch nach Aufforderung keine Daten vorlegen, die beweisen, dass durch diese Maßnahme weniger Ladegeräte produziert wurden. Welche Kosten dadurch eingespart wurden, wollte der Konzern ebenfalls nicht bekanntgeben.

Teures Handy, wenig Rechte

Zudem sei die Werbung für das neue Handy irreführend, da Apple Wasserschäden nicht reparieren würde. Der dritte Vorwurf der Konsumentenschützer lautet, dass Apple sich unlautere Bedingungen erschleicht, indem rechtlich festgelegte Garantiebedingungen nicht eingehalten werden.

Für weitere Kritik sorgt der in Brasilien besonders hohe Neupreis für ein iPhone 12. Ist es bei uns für 899 Euro erhältlich, muss ein brasilianischer Kunde umgerechnet 1220 Euro dafür ausgeben.  


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