Spaß-Dreh nahm tödlichen Ausgang

Written by on 8. Februar 2021

Ein YouTuber wollte einen Raubüberfall für seinen Kanal faken. Die vermeintlichen Opfer erschossen ihn in Notwehr.

Vergangenen Freitag kam ein 20-Jähriger aus Nashville ums Leben, als er für seien YouTube-Kanal einen Raubüberfall mimen wollte. Timothy Wilks und zumindest ein weiterer Freund wollten mit versteckter Kamera eine Menschengruppe auf einem Parkplatz erschrecken, indem sie ihnen mit einem großen Fleischermesser drohten.

Ein Mann aus der Gruppe fühlte sich von Wilks und seinem Kumpel ernsthaft bedroht und zog in Notwehr eine Waffe – Wilks kam durch einen Schuss ums Leben. Der Schütze gab bei der Einvernahme am Metropolitan Nashville Police Department an, dass er die Attacke ernst genommen und keinen Streich erkannt habe. Das von den YouTubern mitgebrachte Fleischermesser ließ ihn um sein Leben und das seiner Freunde fürchten. Er wurde nicht angeklagt, die Schießerei mit Todesfolge ist weiterhin Gegenstand von Ermittlungen.

Riskanten Pranks Einhalt gebieten

Solche Pranks sind in den letzten Jahren sehr beliebt auf YouTube, weswegen die Plattform erst 2019 die Richtlinien für solche „Scherz“-Videos verschärfte. Nach den neuen Richtlinien verbietet YouTube Videos mit „Herausforderungen, bei denen das Risiko von ernsthafter Gefahr oder Tod besteht, sowie Streiche, bei denen sich die Opfer vermeintlich in großer Gefahr befinden oder die bei Kindern zu einer emotionalen Belastung führen können“.

Links:
Bericht der Zeitschrift „Tennessean“

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