SpaceX-Satelliten aus dem All fotografiert

Written by on 22. April 2020

Ein Astronaut der NASA schoss ein Bild der Satelliten von der Raumstation ISS aus – Überraschung inklusive.

In den vergangen Tagen gab es vielerorts auf der Erde Verwunderung über eine Karawane leuchtender Punkte am nächtlichen Himmel. Eine Erklärung war rasch gefunden: Für das Projekt „Starlink“, ein Satellitennetzwerk, hatte Elon Musks Weltraumunternehmen SpaceX weitere Satelliten in den Orbit geschossen. Das sorgte selbst im Weltall für Aufmerksamkeit – genauer gesagt in einer Höhe von 440 Kilometern auf der internationalen Raumstation ISS: Einem Astronauten gelang es, die Kette der Satelliten abzulichten. Die NASA veröffentlichte nun eines seiner Fotos, das mit einem weiteren Highlight aufwarten kann.

Die Karawane der Starlink-Satelliten teilt sich das Bild mit Südlichtern. © NASA

Aurora Australis

Denn das Foto zeigt nicht nur die Satelliten, sondern auch ein spektakuläres Naturereignis. Die grünen Polarlichter auf dem Foto entstanden nicht in der Nähe des Nordpols, sondern in einem Bereich auf der südlichen Halbkugel. Demnach handelt es sich um Aurora Australis, auch Südlichter genannt.

Aufgenommen wurde das Foto am 13. April. Da die NASA exakte Zeit- und Ortsangaben mitpublizierte, konnte der Satellitenexperte Marco Langbroek die einzelnen Starlink-Satelliten sogar zuordnen. Damit konnte er bestätigen, dass es sich um jene Satelliten handelte, die von SpaceX am 17. Februar gelauncht worden waren.

Weitere 60 Satelliten sollen bereits heute ins All befördert werden. Damit würden über 400  Starlink-Satelliten um die Erde kreisen. In wenigen Gebieten der Erde wäre es mit dieser Anzahl bereits möglich, eine Internetversorgung per Satellit zu ermöglichen. Elon Musk sprach immer wieder davon, dass das Netzwerk Ende des Jahres 2020 seinen kommerziellen Betrieb starten solle.

Der Start der Falcon-9-Rakete kann im Livestream mitverfolgt werden:

Links:
Video zum Foto der NASA
Analyse des Fotos von Satellitenexperte Marco Langbroek


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