Schutzmaske aus dem heimischen 3D-Drucker

Written by on 1. April 2020

Eine gemeinnützige Initiative entwickelte ein Tool, das auf möglichst allen gängigen Geräten verwendet werden kann.

Auf Social Media trenden gerade Tutorials zur Herstellung eigener Schutzmasken, seitdem die Regierung das Tragen solcher Masken ab Montag in größeren Supermärkten (ab 400 m2) verordnet hat. Auch hier zeigt sich wieder das Potenzial von 3D-Druckern. Sie sind bestimmt noch in der Minderheit, aber so mancher Haushalt hat inzwischen zwar ein solches Gerät, aber keine Nähmaschine mehr.

Die Initiative „Maker Mask“ aus Seattle bietet nun ein Open-Source Tool an, mit dem eine gedruckte Maske zuhause produziert werden kann. Damit soll der Knappheit am Weltmarkt Abhilfe entgegengewirkt werden. Die Initiatoren denken dabei nicht nur an Privatpersonen, sondern besonders an Angestellte im Gesundheitswesen. Diese seien „die wahren Helden an der Front“ gegen COVID-19, so der Leiter von Maker Mask Jonathan Roberts. Er hatte sich zuvor als Manager bei Microsoft verdient gemacht.

Die Entwickler der Maske erklären ihr Projekt “Maker Mask”.

Weniger sicher als FFP-Masken

Laut dem Entwickler der Masken, dem Techniker Rory Larson, sind derzeit 28 3D-Drucker im Einsatz, weitere 15 sind geplant. Innerhalb einer Woche will Mask Maker rund 1.000 Masken herstellen. Sie hoffen darauf, dass sie von zahlreichen kleineren Produktionsstätten unterstützt werden.

Die Pläne für die 19 Einzelteile der Maske können von der Webseite der gemeinnützigen Initiative bezogen werden. Eine Anleitung und Informationen zu den benötigten Materialien sind ebenso verfügbar. Für eine Maske ist ein Zeitaufwand von circa drei Stunden notwendig und es ist mit kosten von 2 bis 3 US-Dollar zu rechnen. Auch 3D-Drucker für den Privatgebrauch können dafür verwendet werden, so Roberts.

Die Masken verfügen zwar über einen austauschbaren Schwebstofffilter, sind aber nicht vergleichbar mit zertifizierten FFP-Masken. Es liegt auch keine offiziellen Bewilligungen von Aufsichtsbehörden oder der FDA (Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der USA) vor.

Links:
Maker Mask
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