Rinder sabotierten Google

Written by on 27. Mai 2020

Weidende Kühe waren für Netzwerkausfälle beim Giganten Google verantwortlich, weil ein Glasfaserkabel auf ihre Weidefläche gefallen war.

Dass ein so großes Netzwerk wie Google in Amerika eine Herausforderung für jeden Techniker darstellt, dürfte niemanden wundern. Auch Ausfälle sind trotz hoher Professionalität nicht auszuschließen – wenngleich diese meist auf Probleme in der Software oder bei schadhafter Hardware zu suchen sind. Auf den Feldern von Oregon vermutete zunächst niemand die Ursache.

Unerklärliche Ausfälle

Denn im US-Bundesstaat Oregon hatten die Techniker der Infrastrukturabteilung mit dem Rätsel von kurzen, wiederkehrenden Netzwerkausfällen zu kämpfen. Urs Hölzle, Vizechef der Infrastruktur-Abteilung, erzählte nun von der überraschenden Spurensuche auf Twitter. Zunächst wurden die kurzen Aussetzer, „Flaps“ genannt, im eigenen Rechenzentrum vermutet, jedoch wurden sie nicht fündig. Danach untersuchten sie die Leitungen – und fanden so die ungewöhnliche Antwort auf die unerklärlichen Ausfälle.

Kein Viehfutter

Die Glasfaserleitung, die diverse Google-Rechenzentren verbindet, läuft in Oregon überirdisch über Masten. Sie war auf den Boden gefallen, was der Internetverbindung allerdings nicht schadete. Erst als die Kühe eines ansässigen Farmers dorthin zum Weiden geschickt wurden, kamen Probleme auf.

Sie interessierten sich zwar nicht weiter für das Kabel, trampelten jedoch unbekümmert darüber hinweg. Da die Leitungen nicht für ein so großes Gewicht ausgelegt sind, lösten die Tritte der Rinder die Flaps aus.

Belustigtes Twitter-Publikum

Die Tweets von Urs Hölzle wurden zahlreich geteilt, mit Kommentaren und auch einigen Wortspielen versehen, die natürlich nur auf Englisch Sinn ergeben. So hätten die Kühe wohl eine „High Fibre“-Diät, die Taktik eines „Cow in the Middle“-Angriffs und der Vorfall sei „udderly amazing“.


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