Prozess gegen Google: Daten werden auch im Inkognito-Modus gesammelt

Written by on 16. März 2021

Neuerlich wird gegen Google Anklage erhoben. Diesmal geht es um den Inkognito-Modus des hauseigenen Interbrowsers Chrome. In einer Klage von Juni 2020 wird geschildert, Google würde gegen Abhör- und Datenschutzgesetze verstoßen, da auch im Inkognito-Modus „Kommunikation gesammelt, getrackt und abgefangen“ werde. Eine Sammelklage verlangt nun 5 Milliarden US-Dollar von Alphabet, dem Mutterkonzern von Google.

Zunächst beantragte Google die Einstellung des Verfahrens, was mittlerweile von der zuständigen Richterin abgewiesen wurde. Ein Sprecher von Google weist die Anschuldigungen zurück und betont, dass jedem Nutzer beim Öffnen des Browsers die Datennutzung genau erklärt würde.

Nach Meinung von Google reicht dieser Hinweis aus, um den Datenschutbestimmungen gerecht zu werden. © Screenshot

In der Klage wird dieser Hinweis als unzureichend dargelegt. “Google trackt und sammelt den Browser-Verlauf und andere Aktivitäten der Konsumenten, unabhängig davon, welche Schutzmaßnahmen sie treffen”, heißt es in der Klage. Das Tracking erfolgt mit Google Analytics, dem Google Ad Manager sowie mit Webseiten-Plugins und andere Anwendungen.

Ein Urteil wird es in diesem Gerichtsstreit noch länger nicht geben – eine gerichtliche Anhörung wurde für 20. Jänner 2022 angesetzt.


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