Perseiden-Schauer mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde

Written by on 7. August 2020

Nächste Woche wird der Nachthimmel wieder besonders interessant, denn Trümmerteile eines Kometen sind in Form von Sternschnuppen zu beobachten.

Nachtaktive Personen kommen nächste Woche voll auf ihre Kosten. Denn am Himmel zeigt sich zu dunkler Stunde ein Naturschauspiel, das von einem vorbeiziehenden Kometenstrom verursacht wird. Von Sonntag bis Donnerstag wird das Feuerwerk aus zig Sternschnuppen zu sehen sein.

Den Höhepunkt erreicht das Spektakel laut der Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland am Mittwochvormittag (12. August), wenn bis zu 100 verglühende Meteoren über den Himmel ziehen. Da es in unseren Breitengraden um diese Zeit zu hell sein wird, sollten Interessierte in der Nacht davor einen Blick nach oben werfen.

Ideale Sicht am Dienstag

Die Sicht auf die Perseiden sollte in den Abendstunden am Dienstag ideal sein, sofern das Wetter mitspielt. Denn da geht der Mond erst um Mitternacht auf, sodass auch schwächere Sternschuppen sichtbar sind. Abends geht das Sternbild des Perseus im Osten auf; dort sollten also die meisten nach dem Meeresgott benannten Meteore zu beobachten sein.

Ursprung der Perseiden

Von unserer Perspektive sieht es so aus, als würden die Perseiden aus dem Sternbild stammen. Tatsächlich liegt der “Geburtsort” an anderer Stelle. Laut den Sternfreunden fliege die Erde “durch eine Wolke kleiner Kometentrümmerteilchen”, die vom Kometen 109P/Swift-Tuttle stammen. Der Komet wurde im Jahr 1862 sowohl von Lewis Swift als auch von Horace Tuttle entdeckt. Für eine Sonnenumrundung benötigt er 133 Jahre – deswegen wird er laut Berechnungen erst wieder im Jahr 2126 von der Erde aus sichtbar sein.

Die Perseiden haben ein ordentliches Tempo drauf: Sie sind mit 60 Kilometer pro Sekunde bzw. 216.000 Kilometer pro Stunde unterwegs.

Links:
Vereinigung der Sternfreunde
Beitrag vom Haus der Astronomie


Current track

Title

Artist

Background