„Once Upon A Virus“: China macht sich über USA lustig

Written by on 4. Mai 2020

In einem YouTube-Video mit animierten Lego-Figuren verhöhnt China die US-Politik und die Reaktionen auf das Coronavirus.

Das Video besteht aus der Unterhaltung zweier Legofiguren. Eine sieht aus wie ein Terracotta-Krieger mit Gesichtsmaske, die andere wie die Freiheitsstatue mit Handy – sie stehen stellvertretend für China und die USA. Der Terracotta-Krieger warnt immer wieder vor dem neuartigen Virus und den Auswirkungen, die es auf die Bevölkerung und das Gesundheitswesen hat. Die USA-Figur weist die Warnungen u.a. mit „Verletzung der Bürgerrechte“ und „typisch Dritte-Welt-Land“ zurück. Nachdem auch die USA vom Coronavirus betroffen ist, macht es China Vorwürfe und sucht die Schuld im Fernen Osten. „Wir haben immer recht, selbst wenn wir uns widersprechen“, meint die Freiheitsstatue.

Kritik zurückgewiesen

Laut einem Bericht von Reuters versucht China auf diese Weise, die Anschuldigungen von Donald Trump zurückzuweisen. Die Vorwürfe des US-Präsidenten laufen darauf hinaus, dass China der Welt die umfassenden Folgen der Corona-Erkrankung verschwiegen und keine ausreichenden Warnungen ausgegeben hätte. Zudem behauptete Trump letzte Woche, das Coronavirus stamme aus einem chinesischen Labor. Er beruft sich dabei auf Geheimdienstberichte.

Der Lego-Terracotta-Krieger stellt immer wieder die Frage, ob Trump sich eigentlich selbst zuhöre. Die USA werden in dem Videoclip als kindische, uneinsichtige und ständig nörgelnde Figur dargestellt. Hochgeladen wurde das Video auf den YouTube-Kanal der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

PR-Maßnahme

Auch chinesische Diplomaten teilten das Video auf ihren Social Media-Accounts. Da YouTube in China verboten ist, ist das Video eindeutig eine PR-Aktion. In den Kommentaren wird auch Kritik über die einseitige Darstellung laut: „Clevere Propaganda. Wo ist der Teil, wo die kommunistische Partei die Sache vertuschen wollte und einen heldenhaften Arzt anprangerte, der dann gestorben ist?“

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Bericht von Reuters


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