Neues Gerät zur Fernüberwachung von COVID-19-Patienten

Written by on 15. April 2020

Mit Funküberwachung und künstlicher Intelligenz sollen Erkrankte aus der Ferne betreut werden.

Zur sicheren Beobachtung von COVID-19-Patienten hat das Massachusetts Institute of Technology (MIT) ein Gerät entwickelt, das mit Sensoren und künstlicher Intelligenz ausgestattet ist. Laut einem Bericht von TechCrunch misst die Entwicklung des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) mit Funksignalen die Atemfrequenz, Bewegungen und den Schlaf der Erkrankten.

Das Gerät namens „Emerald“ muss dafür an der Wand angebracht werden und sendet Funksignale aus, die vom erkrankten Menschen reflektiert werden. Dadurch entstehen Muster, die anhand künstlicher Intelligenz verarbeitet und analysiert werden. Aus den Ergebnissen sollen Mediziner Behandlungsmethoden vorschlagen. Auf diese Weise müssen Ärzte keinen direkten Kontakt zu Patienten haben und somit minimiert sich die Gefahr einer Ansteckung.

Dieses neue Hardwaresystem ist auch in der Lage, mehrere Personen zu unterscheiden, die sich im gleichen Zimmer befinden.

Derzeit laufen Tests in Einrichtungen für betreutes Wohnen in der Nähe von Boston. Das MIT hofft, die Kapazitäten des aktuellen Gesundheitssystems besser ausnutzen zu können. Indem COVID-19-Patienten mit milderen Systemen mit „Emerald“ im eigenen Zuhause überwacht werden, kann das Gesundheitswesen zum einen entlastet werden, zum anderen kann schnell auf Verschlechterungen des Gesundheitszustands reagiert werden.

Zur Fernüberwachung kommen schon seit Jahren Wearables zum Einsatz, die der Patient am Körper tragen muss. Der Vorteil des MIT-Systems liegt daran, dass der Erkrankte nicht aktiv mit dem Gerät interagieren müsse.

Links:
Informationen des MIT
Bericht von TechCrunch



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