NASA will nicht in chinesische Raumstation

Written by on 25. September 2020

NASA-Chef Bridenstine schlägt eine privatwirtschaftliche Raumstation vor, die von den USA mitgenutzt werden kann.

Die Internationale Raumstation ISS soll noch bis 2030 in Betrieb bleiben. Für die Zeit danach gibt es noch keine Pläne auf internationaler Ebene. China will in zwei Jahren eine eigene Raumstation in der Erd-Umlaufbahn errichten.

NASA-Chef Jim Bridenstine weist darauf hin, dass in zehn Jahren zwar Chinesen, aber keine Amerikaner eine relevante Präsenz im Orbit haben könnten. Diese Warnung sprach er vor dem US-Kongress aus und fordert die Regierenden auf, ein Budget zur Verfügung zu stellen, damit die USA auch nach dem Ende des ISS-Betriebs im Orbit vertreten sind.

Private-Public-Partnership

Er hält allerdings nicht viel davon, dass Projekt ISS zu wiederholen. Sein Vorschlag lautet, private Weltraumunternehmen im Auftrag der USA mit dem Bau einer neuen Raumstation zu unterstützen. Für die Benutzung könne sich die USA dann einmieten. Bridenstine schlägt eine Private-Public-Partnership nach dem Vorbild der Kooperation zwischen NASA und SpaceX vor.

Internationale Kooperation im Erd-Orbit

Die ISS wurde ab dem Jahr 1998 errichtet und seit 2000 durchgehend besetzt. Beteiligt sind die USA, Russland, Japan, Europa und Kanada.

Auch China plant mit seiner neuen Raumstation eine Kooperation mit insgesamt 17 Ländern und 23 Organisationen. Die USA zählen diesmal nicht dazu, dafür Staaten wie Deutschland, Japan, Kenia und Peru.

Video: NASA-Chef Bridenstine vor US-Kongress


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