Nachweis von Coronavirus in Tränenflüssigkeit

Written by on 23. April 2020

In den Tränen einer Patientin wurde das Coronavirus entdeckt. Die Augen dürften somit bei der Infektion und Virenvermehrung involviert sein.

Dass sich ins Gesicht zu greifen die Infektion mit Corona begünstigen kann, ist mittlerweile bekannt. Bei einer Untersuchung in Italien wurde nun festgestellt, dass nicht nur Mund und Nase, sondern auch die Augen Eintrittsmöglichkeiten für das Virus sein können. Sars-CoV-2 konnte in Tränenflüssigkeit nachgewiesen werden. Nicht nur bei der Ansteckung spielen die Augen eine Rolle, in den Bindehäuten vermehrt sich das Virus offensichtlich auch.

Nachweis in den Augen

Die Untersuchung wurde an einer Patientin im römischen Krankenhaus „Spallanzani“ durchgeführt, die zuvor positiv auf COVID-19 getestet worden war. Der Augenabstrich wurde drei Tage nach ihrem Aufenthalt im Krankenhaus Ende Jänner gemacht.

“Unsere Forschung zeigt, dass die Augen nicht nur eines der Tore für das Eindringen des Virus in den Körper, sondern auch eine potenzielle Ansteckungsquelle sind”, so die Forscherin Concetta Castilletti. Sie empfahl, dass auch bei Augenuntersuchungen erhöhte Schutzmaßnahmen ergriffen werden sollen. Bisher war das Ansteckungsrisiko über die Augen eher gering eingestuft worden.

Weitere Studien notwendig

Eine weitere Erkenntnis aus der Untersuchung ist, dass der Augenabstrich selbst dann noch positiv auf Corona sein kann, wenn in den Atemwegen kein Virus mehr nachgewiesen werden kann. Nun seien weitere Studien notwendig, um zu überprüfen, wie lange der Coronavirus in der Tränenflüssigkeit aktiv und infektiös bleibt, so die italienischen Forscher.

Links:
Studie zum Coronavirus in Tränenflüssigkeit


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