Microsoft betreibt Rechenzentrum mit Wasserstoff

Written by on 29. Juli 2020

Das Unternehmen setzt im Sinne der Umweltfreundlichkeit in Zukunft auf Brennstoffzellen auf Wasserstoff-Basis statt auf Diesel-betriebene Generatoren.

In einem Versuchslauf lief das Rechenzentrum von Microsoft für 2 Tage mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen. Als Backup bei einem Stromausfall bediente sich Microsoft bisher eines Diesel-Generators. Bei der Suche nach einer klimafreundlichen Alternative wurde nun der Wasserstoff-Betrieb getestet.

Der Konzern will seine Diesel-betriebenen Generatoren mit Brennstoffzellen auf Wasserstoff-Basis ersetzen, um sein Ziel, im Jahr 2030 Co2-neutral zu arbeiten, zu erreichen.

Kombination mit Solar- und Windkraft

Laut Microsoft sei der Probetrieb reibungslos verlaufen. Derzeit beträgt der Emissionsausstoß durch Diesel-Generatoren bei Microsoft circa ein Prozent des gesamten Volumens. Diese sind notwendig, um bei eventuellen Stromausfällen die Rechenzentren weiter in Betrieb zu halten. In dem nun getesteten System befindet sich ein Elektrolyseur, der Wasser in Sauerstoff und den für den Antrieb benötigten Wasserstoff zerteilen kann.

Allerdings benötigt die Erzeugung des Wasserstoffs viel Energie. Microsoft legt auf seinem Blog dar, dass sie dieses System mit Wind- und Solaranlagen ergänzen wollen. Diese sollen Strom für Microsoft erzeugen und bei Stromspitzen an besonders windigen oder sonnigen Tagen kann damit der Elektrolyseur betrieben werden. Der erzeugte Wasserstoff kann in Tanks gelagert und im Bedarfsfall eingesetzt werden.

Links:
Blogeintrag vom Microsoft


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