Massive Radioblitze im Krebsnebel entdeckt

Written by on 13. April 2021

Unter den über 2.800 bekannten Pulsaren gibt es laut NASA nur wenige, die wie der Krebspulsar gigantischen Blitze abgeben.

NASA-Forscher spürten mithilfe des Neutronenstern Interior Composition Explorer Teleskops (NICER) eine Welle an Röntgenstrahlung sowie Radioblitzen innerhalb des Krebsnebels auf. Die dabei freigesetzte Energie ist größer, als die Wissenschaftler vermuteten.

Entstanden war der Krebsnebel aus einer Sternenexplosion, die im Jahr 1054 von Astronomen festgehalten worden war. Er ist Teil des Sternbildes Stier und 6.500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Zentrum befindet sich ein Neutronenstern, der von der Explosion übrig geblieben ist. Darum bildete sich der Krebsnebel, der sich um das Zentrum mit 30 Umdrehungen pro Sekunde bewegt.

Strahlung größer als gedacht

Dass von dem Nebel riesige Radioblitze erzeugt werden, ist laut dem Wissenschaftler Teruaki Enoto vom Riken Cluster for Pioneering Research im japanischen Wako eine absolute Seltenheit, die nur bei wenigen der 2.800 katalogisierten Pulsare beobachtet werden konnte.

Das Team rund um den Wissenschaftler analysierte die größte Datenmengen  an gleichzeitig dokumentierten Röntgenstrahlen und Radioblitzen, die je von einem Pulsar emittiert wurden. Die Strahlung wurde zwischen August 2017 und August 2019 gleich mehrmals beobachtet. Dabei wurden 10.000 Elektronenvolt an Energie freigesetzt – ein Tausendfaches von sichtbarem Licht.

Die Studie wurde im Fachmagazin „Science” veröffentlicht. Bisher ist nicht bekannt, wie diese Emissionen in Pulsaren entstehen.

Links:
Studie im Magazin Science

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