Masken bewirken weniger Berührungen im Gesicht

Written by on 31. Juli 2020

Laut einer chinesischen Studie greifen sich Maskenträger weniger oft ins Gesicht. Gut daran: weniger Berührungen beugen ebenfalls Infektionen vor.

Der Mund-Nasen-Schutz dient bekanntlich vor allem dem Schutz der anderen vor den eigenen Aerosolen. Für einen selbst bieten sie ebenfalls Schutz, da man sich beim Tragen einer Maske weniger oft ins Gesicht fasst. Dies wurde nun auch wissenschaftlich festgestellt. In einer Studie chinesischer Forscher wurden Videos von Menschen im öffentlichen Raum verglichen, vor und während der Corona-Pandemie.

Die Wissenschaftler griffen dabei auf frei zugängliche Quellen wie YouTube zurück. Die Videos stammen aus den Jahren 2018 bis 2020. In die Analyse flossen Aufnahmen von rund 7000 Menschen ein, die sich in U-Bahnen, auf Straßen und Parks aufhielten. Die Forschergruppe der Sun Yat-sen Universität zogen dabei Quellen aus verschiedenen Ländern heran.

Asien vor Europa

Die konsequentesten Maskenträger fanden sie in China, wo sich die beobachteten Menschen auch vergleichsweise am wenigsten im Gesicht berührten. Vor der Pandemie griffen sich vier Prozent der Chinesen auf den Aufnahmen auf Nase, Stirn oder Wangen, während der Coronazeit nur ein Prozent. In Südkorea sanken die Berührungen rapide von elf auf zwei Prozent. Weniger deutlich war der Unterschied in Westeuropa (von elf auf sechs Prozent) und in den USA (von zwölf auf knapp acht Prozent). Jedoch gab es im Untersuchungszeitraum Anfang März in vielen westlichen Ländern noch keine Maskenpflicht.

In der Veröffentlichung in der Fachzeitschrift JAMA Network wird auch betont, dass gesetzliche Vorgaben das Tragen der Maske begünstigen. Unabhängig von der Art der Maske führe das zu weniger Selbstberührungen, was die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Virus verringert.

Links:
Artikel in Fachzeitschrift JAMA Network


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