Kriegsgerät zur Lebensoase umgewandelt

Written by on 28. Juli 2020

Vor der jordanischen Küste dienen alte Maschinen als Grundstein für die Bildung von Riffen.

Im Meer vor der Küste Jordaniens befinden sich gleich mehrere metallische Zeugen der Militärgeschichte. Panzer, Truppentransporter, Kampfhubschrauber und Flugabwehrkanonen wurden jedoch nicht lieblos entsorgt, sondern sollen dem Ökosystem sogar auf die Sprünge helfen.

Bildung neuer Ökosysteme

Im Golf von Akba dienen sie als künstliche Riffe, die mit der Zeit von Fischen, Korallen, Seepocken, Schwämmen und Muscheln besiedelt werden. Im Juli 2019 wurden begonnen, abgewracktes Gerät der jordanischen Armee am Meeresgrund in 15 bis 28 Meter Tiefe zu platzieren. Dort sollen Panzer und Co. als stabile Plattformen dienen und neue Ökosysteme ermöglichen.

Die versenkten Gerätteile bestehen aus Stahl und Beton, das sorgfältig von toxischen Materialein getrennt wurde. Diese stellen nun keine Gefahr für die Umwelt dar und sind besonders robust, um gegen Wellen zu bestehen. Deren Oberfläche eignet sich gut für die Besiedlung.

Neue Touristenattraktion

Die künstlichen Riffe sollen auch vermehrt Tauchtouristen anlocken. Durch den Unterwasser-Tourismus sind natürliche Riffe im jordanischen Meer bereits in Mitleidenschaft gezogen. Es handelt sich also um eine Art Unterwasser-Militärmuseum, das sowohl bei Meerestieren als auch Touristen Interesse wecken soll.

Der Plan könnte auf jeden Fall aufgehen: Schon früher wurden Panzer am Meeresgrund platziert, und diese sind bereits Lebensraum für Seesterne, Juwelenfahnenbarsche, Rotfeuerfische und Korallenwächter.

Links:
Bericht vonGEO


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