Japan baut Satelliten aus Holz

Written by on 31. Dezember 2020

Als neuen Weg gegen Umweltverschmutzung und Weltraumschrott versucht Japan nun den Einsatz von neuen Materialien für Satelliten.

In einer Zusammenarbeit des Unternehmens Sumitomo Forestry und der Universität von Kyoto wird derzeit erforscht, wie Holz im Weltall eingesetzt werden kann.

Dafür wurden zunächst verschiedene Holzarten auf deren Belastbarkeit getestet. Die Forscher wollen in Zukunft ein Material finden, das robust genug für Satellitengehäuse ist. Derzeit gehen die Wissenschaftler davon aus, im Jahr 2023 einen ersten hölzernen Satelliten ins All schicken zu können.

Komplett verglühen

Auch wenn er sich im All befindet, soll der Holz-Satellit dabei behilflich sein, die irdische Umweltverschmutzung zu reduzieren. Denn beim Wiedereintritt von herkömmlichen Modellen werden Aluminium-Partikel freigesetzt, während der Satellit verglüht. Diese Partikel schweben über mehrere Jahre in der oberen Atmosphäre und können die Umwelt negativ beeinflussen.

Im Gegensatz dazu würde ein Gehäuse aus Holz ohne Spuren verglühen. Auch die Gefahr, dass nicht verglühte Teile zu Boden fallen und Zerstörungen anrichten oder Menschen verletzten, wäre damit gebannt.


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