Internetausfälle aufgrund Unterwasserlawine im Atlantik

Written by on 10. Juni 2021

Durch die größte jemals aufgezeichnete Sedimentbewegung wurde ein Unterseekabel beschädigt.

Zwischen Südafrika und Nigeria brach die Datengeschwindigkeit im letzten Jahr deutlich ein. Der Grund für die zahlreichen Internetausfälle war zunächst unklar. Mittlerweile dürfte die Ursache geklärt sein.

Im Atlantik fand nämlich zu dieser Zeit die größte Sedimentbewegung statt, die je aufgezeichnet wurde. Eine Unterwasserlawine trug innerhalb von zwei Tagen Sand und Schlamm in den Ozean und erstreckte sich über 1.000 Kilometer. Ein Unterseekabel wurde dabei beschädigt, wodurch auch die Internetausfälle geklärt sind.

Im Congo Canyon floss eine 1000 Kilometer lange Lawine aus Schlamm und Sand. © NASA / Wikipedia-User: Mikenorton

Schlamm und Sand-Lawine

Der Ursprung der Unterwasserlawine liegt laut Forschern in der Mündung des Kongo-Flusses. Im Jahr 2019 gab es in diesem Bereich massive Überschwemmungen, die im Jänner 2020 den Abgang einer Schlammlawine zur Folge hatten.

Entlang eines Unterseegrabens, dem sogenannten Congo Canyon, konnten Sand und Schlamm die enorme Strecke zurücklegen. Mit Geschwindigkeiten rund um 30 km/h bewegte sich diese Unterwasserlawine fort.

Links:
Bericht der BBC


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