Insektenzellen als Brutort für Corona-Impfstoff

Written by on 25. August 2020

Ein Serum, das in Tierversuchen erfolgreich getestet wurde, ist nun zu einer klinischen Studie zugelassen.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern mitunter ungewöhnliche Schritte. Chinesische Wissenschaftler versuchten erstmals, einen Impfstoff anhand tierischer Zellen zu testen. Ein vielversprechendes Serum wurde als Kultur in Insektenzellen angelegt. Insektenzellen für die Züchtung von Proteinen zu nutzen, die der Impfstoffentwicklung dienen, sei eine absolute Neuheit in China. Damit könnte eine massive Beschleunigung in der massenhaften Produktion von Impfdosen erreicht werden, so die Stadtverwaltung von Chengdu – einer Stadt im chinesischen Südwesten – in einem Statement.

An der Universität Sichuan in Chengdu dürfen nun auch klinische Tests stattfinden. Affen konnten nach einer Impfung mit dem Serum Immunität gegen COVID-19 aufbauen und hätten auch nicht an Nebenwirkungen gelitten.

Mindestens sieben weitere Impfstoffe sind derzeit in China in Entwicklung. Weltweit sind laut WHO 30 potentielle Impfungen für klinische Studien zugelassen. Darunter befinden sich auch Testläufe an der Oxford University und ein deutsches Unternehmen namens BioNTech hat ebenfalls dieses wichtige Stadium erreicht. Eine Zulassung erreichte erst ein Impfstoff, und das ausschließlich in Russland.


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