Industriespionage im Auftrag von Huawei?

Written by on 15. Dezember 2020

Angeblich soll es Huawei darauf abgezielt haben, eine Software von Cisco selbst nachzubauen.

Softwareentwickler des Huawei-Forschungszentrum in München gingen am Wochenende mit einem schweren Vorwurf an die Öffentlichkeit. In der „Welt am Sonntag“ berichten Mitarbeitern von illegalen Tätigkeiten, die ihnen der chinesische Mutterkonzern abverlange. Die Zeitung berichtet über darüber, dass IT-Spezialisten von einem Vorgesetzten im März 2019 dazu angeholten wurden, eine Software des Konkurrenten Cisco nachzubauen – inklusive illegaler „Nachforschungen“. Dabei bezieht sich der Zeitungsartikel auf internen Schriftverkehr von Huawei der nahelegt, dass der Auftrag aus dem chinesischen Headquarter von Huawei gekommen war. Die betroffenen Mitarbeiter hätten sich geweigert, diesen Auftrag durchzuführen und baten um rechtliche Klärung durch die juristische Abteilung – diese Abklärung haben allerdings nie stattgefunden.

Negative Folgen für Mitarbeiter

Stattdessen hätten manchem Mitglieder des Teams, die sich geweigert haben, unangenehme Konsequenzen zu spüren bekommen. Ein betroffener Angestellter sei gekündigt, ein anderer Kollege in eine schlechtere Position versetzt worden und ein beteiligter freier Mitarbeiter erhielt keine Vertragsverlängerung.

Von Huawei Deutschland kam ein Dementi und erklärt, dass sehr wohl eine internen Prüfung stattgefunden habe. Es sei weder “gegen externe gesetzliche oder vertragliche Vorschriften noch gegen interne Richtlinien zu irgendeinem Zeitpunkt verstoßen” worden.

Zu keinem Zeitpunkt habe die Absicht bestanden, das geistige Eigentum des Konkurrenten zu stehlen. Zu den arbeitsrechtlichen Vorwürfen der Mitarbeiter äußerte sich Huawei nicht.

Links:
Artikel von “Welt am Sonntag”


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