Google setzt Maßnahmen gegen Clickbait in Werbeanzeigen

Written by on 17. Juni 2020

Gegen sensationsheischende und irreführende Werbeeinschaltungen setzt Google nun einige Richtlinien fest.

„Mit diesem einfachen Trick 1000 Euro pro Monat nebenbei verdienen!“ Wer kennt solche verführerischen Werbetexte nicht. Dahinter verstecken sich oft fadenscheinige Webseiten und überteuerte Produkte.

Manchmal haben die Versprechungen in den Anzeigen rein gar nicht mit dem zu tun, was sich hinter dem Link verbirgt. Oder es wird gerne mit Prominenten geworben, die – ohne ihr Wissen – als Testimonials für fragwürdige Seiten herhalten müssen. Diese sogenannte Clickbait-Werbung wird oft über das Werbenetzwerk von Google ausgespielt. Der Konzern setzt nun Maßnahmen, um diese unseriösen Methoden einzuschränken.

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Die Richtlinien von Google Ads werden dahingehend angepasst, dass typische Merkmale von Clickbait-Werbeanzeigen verboten sind. In der Anzeige dürfen keine Vorher-nachher-Bilder verwendet werden, auch Körperteile dürfen nicht verfremdet dargestellt werden. Platte Locktexte wie „Hier klicken, um es herauszufinden“ sollen untersagt werden.

Anzeigen, die dem Internetnutzer eine Bedrohung vorspielen, sollten sie nicht auf die Werbung eingehen, sollen ebenfalls verbannt werden. Dies gilt auch für die Bildsprache, die keine Form von Schmerzen, Angst, Bedrängnis oder Schockzuständen mehr erlaubt. Dies gilt besonders für den Einsatz von Fotos tatsächlicher Unfälle oder von Polizeifotos.

Die strengeren Richtlinien von Google gelten ab Juli. Ob Clickbait-Werbung dann tatsächlich Geschichte ist, bleibt abzuwarten.

Links:
Google-Richtlinien für Werbeanzeigen
Artikel auf Heise online


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