Google scannt Cloud-Dateien nach rechtswidrigen und schädlichen Inhalten

Written by on 19. Dezember 2021

Google hat Mitte der Woche eine neue Richtlinie für den Cloud-Speicherdienst Drive angekündigt.

Algorithmen scannen flächendeckend alle Elemente

Schlagen die dafür eingesetzten Algorithmen an, werden die entsprechenden Dateien dem Nutzer angezeigt und automatisch für Dritte gesperrt. Sie können also nicht mehr mit anderen Personen geteilt werden. Der Zugriff auf bereits verbreitete Inhalte wird allen außer dem Uploader entzogen. Gleichzeitig werde so sichergestellt, «dass die Nutzer vor missbräuchlichen Inhalten geschützt sind».

Andererseits will sich Google selbst gegen den Missbrauch der eigenen Dienste besser absichern.

Die «Richtlinien zur Verwendung von Google-Produkten», die nun stärker durchgesetzt werden sollen, untersagen etwa «gefährliche und illegale Aktivitäten», «Belästigung, Mobbing und Drohungen» sowie «Hassrede».

Konsequenzen bei Verstößen sind noch unklar

«Wir müssen Missbräuche eindämmen, die unsere Fähigkeit bedrohen, diese Dienste bereitzustellen», begründet Google den Vorstoß. An alle Nutzer geht die Bitte, sich an die Vorgaben zu halten. Wie das Unternehmen zwischen rechtmäßigen Dateien und Inhalten, die gegen die Vorschriften verstoßen, im Detail unterscheiden will, bleibt vage.

In der EU können Google, Facebook, Microsoft und andere Diensteanbieter, die etwa bei Chats, Video-Calls und E-Mails keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einsetzen, die privaten Nachrichten ihrer Nutzer in der EU seit Kurzem wieder freiwillig rechtmäßig nach sexuellen Missbrauchsdarstellungen von Kindern scannen.


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