Google-Daten: Österreicher deutlich weniger unterwegs

Written by on 3. April 2020

Die Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen zeichnen sich in neuen Zahlen und Analysen von Google ab.

Der Datengigant Google möchte nun Ländern weltweit dabei behilflich sein, die Durchsetzung verschiedener Maßnahmen zu kontrollieren und zu überprüfen, wie sich diese auf die Mobilität der Bevölkerung auswirkt. Auch für Österreich wurde ein Community Mobility Report erstellt.

Hier die wesentlichen Punkte des Reports:

  • Insgesamt haben sich laut diesem Bericht in der vergangen Woche 87 Prozent weniger Personen an Orten wie Kaffeehäusern, Kinos, Einkaufszentren und Restaurants aufgehalten. Nicht verwunderlich, sind deren Räumlichkeiten seit Mitte März ja für die Öffentlichkeit geschlossen.
  • Direkt vor den Ausgangsbeschränkungen ist der Besuch in Supermärkten, Drogerien und Apotheken um 40 Prozent gestiegen. Mittlerweile sind diese Zahlen wieder zurückgegangen, nämlich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 64 Prozent.
  • Die Frequenz von Besuchern ist auch in öffentlichen Parks deutlich niedriger. Insgesamt ist ein Minus von 43 Prozent zu verzeichnen, am sonnigen letzten Wochenende waren es „nur“ minus 20 Prozent. In Wien lag die Zahl der Besucher fast beim Durchschnittswert aus Vor-Corona-Zeiten, im Burgenland, Nieder- und Oberösterreich sogar darüber. Dazu beigetragen hat wohl auch die Sperre der Bundesgärten ab 17. März.
  • Besonders stark ist auch der Rückgang bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Über 70 Prozent weniger Personen konnten in U-Bahnstationen, Bushaltestellen und Bahnhöfen geortet werden. Dabei zeigten das Burgenland und Kärnten Rückgänge von 43 bzw. 59 Prozent, wohingegen in Tirol 85 Prozent weniger unterwegs waren. Wien liegt mit 71 Prozent weniger Öffi-Nutzern in etwa im bundesweiten Durchschnitt.
  • Auch Arbeitsplätze sind zu 51 Prozent verwaist. Google zeigt hier 51 Prozent weniger Daten an Arbeitsstätten, vor allem Salzburg mit einem Minus von 59 Prozent und Tirol mit 65 Prozent sind die Spitzenreiter, der geringste Rückgang ist in Niederösterreich mit 45 Prozent zu verzeichnen. An Wohnorten wiederum weisen die Google-Daten zwischen 16. Februar und 29. März eine Frequenzzunahme von durchschnittlich 14 Prozent österreichweit aus.

Daten anonymisiert

Für die Google-Berichte wurden anonymisierte Daten von jenen Usern genutzt, die in ihrem Google-Account den Standrotverlauf aktiviert haben. Diese Funktion erlaubt die Speicherung der Orte, an denen sich eine Person aufgehalten hat, auch wenn gerade kein Dienst von Google genutzt wird. Veröffentlicht wurden keine absoluten Zahlen, sondern nur die prozentualen Angaben. Auch jene Informationen, die auf einzelne Personen schließen könnten, wurden laut Google nicht veröffentlicht. Als Vergleichszeitraum wird die Frequenzdichte an den jeweiligen Orten in den Wochen zwischen dem 3. Jänner und 6. Februar 2020 herangezogen.

Links:
Community Mobility Report
Statement von Google


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