Gefährdung im Verkehr: Schlafen, während Autopilot fährt

Written by on 30. Dezember 2020

In Kanada steht ein Tesla-Fahrer vor Gericht, weil er vorsätzlich geschlafen hat, während der Autopilot seinen Wagen steuerte.

Ein 20-jähriger Kanadier steht vor Gericht, weil er während einer Fahrt auf der Autobahn vorsätzlich geschlafen hat, und den Autopilot den Tesla unbeobachtet steuern ließ. Laut Polizei war er deswegen nicht nur zu schnell unterwegs, er habe dadurch auch den Verkehr gefährdet.  

Bis auf 140 km/h soll das E-Auto beschleunigt haben, während beide Vordersitze komplett zurückgelehnt waren.

Tesla ausgetrickst

Behördlich sind Tesla-Fahrer verpflichtet, auch bei aktivem Autopiloten beide Hände am Lenkrad zu belassen, um die Steuerung schnell übernehmen zu können. Als Sicherheitsfeature hat Tesla dafür Sensoren im Lenkrad eingebaut, die leichten Druck registrieren müssen – wenn nicht, geht ein Alarm los. Hände auf dem Lenkrad vorzutäuschen ist allerdings nicht schwierig, dafür reichen Gewichte aus. Wahrscheinlich hat auch der nun angeklagte Kanadier auf diesen Trick zurückgegriffen.

Nachdem der Tesla-Besitzer von der Polizei angehalten wurde, erhielt er nebst eines Strafzettels auch ein 24-stündiges Fahrverbot. Der Prozess soll nun Klarheit schaffen.

Nicht zum ersten Mal wird bekannt, dass Tesla-Fahrer den Autopiloten für eine Runde Schlaf nutzen. Auch in den Niederlanden war im Mai 2019 ein Tesla mit schlafenden Fahrer angehalten worden. Der Besitzer war mit einem Blutalkohol von 0,78 Promille angezeigt worden und verlor deswegen seinen Führerschein.

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Artikel von Electrek

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