Fliegen wie ein Vogel: Drohne hat nun künstliche Federn

Written by on 29. Oktober 2020

Der Habicht diente Schweizer Forschern als Vorbild für eine Drohne, die über künstliche Federn verfügt, um das Flugverhalten zu optimieren.

Die Idee ist nicht neu: Vor vier Jahren bereits stellten Ingenieure der EPF Lausanne eine Drohne vor, deren Bauweise sich an Vögeln orientierte. Das Modell wurde nun mit einem neu konstruierten Schwanz versehen, mit dem die Wendigkeit verbessert wurde. Auch in Testflügen im Windkanal und im Freiflug konnte sich der neue Schwanz bereits bewähren.

Während des Fluges kann die Drohne nun die Form und Stellung der Flügel und des Schwanzes ändern, wodurch sie schneller die Richtung ändern kann, bei langsameren Flügen nicht zu Boden fällt und den Luftwiderstand verringern kann. Angetrieben wird die Habichtsdrohne nicht per Flügelschlag, sondern mit einem Propeller.

Das Beste aus zwei Welten

Etabliert hat sich die Drohnenform des Quadrokopter: von den vier angebrachten Rotoren bewegen sich zwei im Uhrzeigersinn und zwei im gegengesetzten Uhrzeigersinn. Diese Bauform ermöglicht eine stabile Flugweise, sie können steil in die Höhe starten, sind wendig und schnell. Gegenüber den geflügelten Drohnen besitzen sie allerdings eine geringere Flugzeit.

Laut Robotikforscher Dario Floreano sei die Drohne der EPF Lausanne eine Kombination aus beide Versionen. Damit sie sie ideal für den Einsatz in Wäldern oder auch in städtisch verbautem Gebiet. Die Bedienung gestaltet sich dabei allerdings als kompliziert – deswegen wollen die Wissenschaftler die Drohne in Zukunft mit künstlicher Intelligenz ausstatten.

Links:
Fachartikel in Science Robotics

Bildcredit:
Screenshot Video EPF Lausanne


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