Erstmals Passagiere bei Hyperloop-Testfahrt

Written by on 9. November 2020

Zwei Passagiere durften erstmals das Transportsystem der Firma Virgin Hyperloop in einer Teströhre in Nevada ausprobieren.

Zum ersten Mal weltweit führte das Hyperloop-Transportsystem eine Testfahrt mit Passagieren erfolgreich durch. Entwickelt wurde die Hochgeschwindigkeitsröhre von Virgin Hyperloop, das dem Milliardär Richard Branson gehört. Das Unternehmen sieht darin einen wichtigen Schritt in Punkto Sicherheit, der nun überprüft wurde. Die Transportart im Hyperloop soll die Beförderung von Menschen und Gütern revolutionieren, so das Unternehmen in einer Aussendung.

Fahrt im Vakuum

Als Testpassagiere in der Kapsel des Hyperloops stellten sich Technologievorstand Josh Giegel und Sara Luchian, Leiterin Passagierkomfort bei Virgin Hyperloop, zur Verfügung. Sie sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h erreicht haben. „Ich hatte das Vergnügen zu sehen, wie Geschichte direkt vor meinen Augen geschrieben wird“, sagte Sultan Ahmed Bin Sulayem, Vorsitzender von Virgin Hyperloop und Vorsitzender von DP World.

Der bemannten Testfahrt waren 400 Fahrten ohne Passagiere in der etwa zehn Kilometer langen Röhre vorangegangen. Die hohe Geschwindigkeit des magnetisch betriebenen Transportkapsel wird dabei durch den fehlenden Luftwiderstand im Vakuum der Röhre ermöglicht. Damit wäre eine Reisezeit von gerade einmal 30 Minuten zwischen New York und Washington möglich. Ein kommerzieller Jet-Flug benötigt doppelt so lang, die derzeitigen Hochgeschwindigkeitszüge sogar viermal so lang.

Kommerzielle Nutzung bis 2030

Bis 2025 will Virgin Hyperloop eine Zertifizierung erreichen und spätestens 2030 den Hyperloop-Transport auch kommerziell anbieten. Ursprünglich stammt die Idee eines Hyperloops von Tesla-Gründer Elon Musk, während Richard Branson schneller auf deren Entwicklung setzte.

Links:
Virgin Hyperloop

Bildcredit: Virgin Hyperloop


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