Einzigartige Bilder von Galaxien und Supernovae veröffentlicht

Written by on 9. September 2020

Die NASA veröffentlichte spektakuläre Bilder von Sternenexplosionen, die das Röntgenteleskop Chandra aufgenommen hatte.

Mithilfe des Röntgenteleskops Chandra konnte die NASA beeindruckende Bilder von Supernovae aufnehmen, die nun veröffentlicht wurden. Das Teleskop ist eines der stärksten weltweit und wurden nach dem Astrophysiker Subrahmanyan Chandrasekhar benannt.

M82

Bereits 1774 wurde Messier 82 entdeckt, auch unter dem Namen Zigarrengalaxie bekannt. Chandra lieferte für das Bild die Daten zu Gasen (in Blau und Rosa), die sich in ca. 20.000 Lichtjahren langen Flüssen bewegen und durch mehrfache Supernova-Explosionen auf über 10 Millionen Grad aufgeheizt sind. In Rot und Orange wurden optische Daten des Hubble-Teleskops ergänzt.

Credit: NASA

Abell 2744

Der Galaxienhaufen „Abell 2744“ trägt auch den Namen „Pandoras Haufen“. In Galaxienhaufen werden die einzelnen Galaxien durch Schwerkraft zusammengehalten – und sind damit größer als andere Objekt-Komplexe, die sich mit Gravitationskraft organisieren. Die heißen Gase innerhalb von Abell 2744 werden auf den Aufnahmen von Chandra leuchtend hell in Blau dargestellt. In Rot, Grün und Blau werden auch hier wieder die optischen Informationen von Hubble addiert.

Credit: NASA

Supernova 1987A (SN 1987A)

SN 1987A ist der Erde vergleichsweise nah. Auf den in blau gehaltenen Chandra-Daten ist jene Stelle zu sehen, von der die Stoßwellen der Supernova ausgehen. Vergleichbar seien diese mit einem Überschallknall, wie er auf der Erde stattfindet. Hubble liefert weitere Informationen in Orange und Rot.

Credit: NASA

Eta Carinae

Eta Carinae steht unter besonderer Beobachtung: der massereiche Doppelstern könnte der nächste Stern in unserer Milchstraße sein, der in einer Supernova explodiert. Das veröffentlicht Bild entsteht aus drei Lichtarten: optische Daten von Hubble (Weiß), ultraviolettes (Türkis) von Hubble und Röntgenstrahlen von Chandra (Violett).

Credit: NASA

Wagenradgalaxie

Auf den ersten Blick schaut diese Galaxie einem Bullauge ähnlich. Deren Aussehen geht darauf zurück, dass eine kleinere Galaxie durch die Mitte des All-Objekts schlug. Röntgenaufnahmen von Chandra (Lila) zeigen heißes Gas, das ursprünglich von der Wagenradgalaxie aufgenommen wurde. Optische Daten von Hubble (Rot, Grün und Blau) zeigen, wo die Kollision die Entstehung von Sternen ausgelöst haben könnte.

Credit: NASA

Helixnebel

Ca. 650 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt der Helixnebel. Dieser entsteht, wenn ein Stern den Brennstoff aufgebraucht hat und sich daraufhin ausdehnt. In etwa 5 Milliarden Jahren blüht dieses Schicksal wahrscheinlich auch unserer Sonne. Diese Helix-Nebel-Bilder enthalten Infrarotdaten vom Spitzer-Weltraumteleskop der NASA (Grün und Rot), optisches Licht von Hubble (Orange und Blau), Ultraviolett vom Galaxy Evolution Explorer der NASA (Cyan) und Chandras Röntgenstrahlen (Weiß). Das Objekt hat einen Durchmesser von etwa 4 Lichtjahren.

Credit: NASA

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