Ein starker Standort bewährt sich in der Krise

Written by on 2. Juli 2020

Die Vertretung der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie zieht ein erstes Fazit im Jahr 2020 und sieht sich daran bestätigt, seit 20 Jahren auf Digitalisierung zu setzen.

Und hier zum Nachhören: Der Fachverband Elektro- und Elektronikindustrie sieht die Stärken der Branche in der Krise aufgrund der fortgeschrittenen Digitalisierung.

Auch die österreichische Industrie hat die Krise in Folge der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Deswegen begrüßt Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, die weitreichenden wirtschaftsfördernden Maßnahmen der Regierung. Unterstützende Möglichkeiten wie die Kurzarbeit hätten bei vielen Betrieben der Branche das Schlimmste verhindert, Arbeitsplätze gesichert und gleichzeitig das Vertrauen in österreichische Betriebe als verlässliche Produzenten und Lieferanten gestärkt.

Die Corona-Pandemie und der Lockdown an vielen Orten der Welt hat bewiesen, wie wichtig die Digitalisierung ist. Die Elektro- und Elektronikindustrie sieht sich in Österreich als absoluter Vorreiter und Enabler der digitalen Entwicklung. So seien hierzulande bereits Standards im Bereich Automatisierung üblich, die in vielen anderen Ländern noch nicht vorhanden sind. „Wir haben – verglichen mit den USA und China – schon vor mehr als 20 Jahren mit der Automatisierung begonnen. Wir haben früh verstanden, dass wir wegen vergleichsweiser hoher Personalkosten unsere Produktion effizienter gestalten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. So haben wir heute Lösungen im Einsatz, von denen andere Länder noch weit entfernt sind“, so Wolfgang Hesoun, Obmann des FEEI.

Lothar Roitner und Wolfgang Hesoun vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie zogen auf einer Pressekonferenz Bilanz. © FEEI/ Hans Leitner

Zugleich äußern Roitner und Hesoun Forderungen und Ideen für zielgerichtete Investitionen der öffentlichen Hand. Der Fokus müsse verstärkt auf Forschung und Entwicklung liegen, konkret nannten sie Beispiele wie die Digitalisierung der Stromnetze, die Integration von erneuerbaren Energieträgern in Energiesysteme (Speichertechnologien und Smart Grids), über den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität oder aber intelligente Verkehrssteuersysteme bis hin zum raschen Ausbau der Bahninfrastruktur. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf klima- und umweltfreundlichen Entwicklungen gelegt werden.

Neben der Produktion sei primär die Forschung die Stärke von Österreich. Wenn in Forschung investiert wird, können all die Technologien entwickelt und produziert werden, die für Klimaschutzlösungen, kritische Infrastruktur, Energieversorgung und Steuersysteme notwendig sind:

„[Damit] sind wir gut gerüstet mit den Technologien der Elektro- und Elektronikindustrie die Herausforderungen der Zukunft mit einem starken Wirtschaftsstandort Österreich und Europa zu bewältigen“, appelliert Lothar Roitner noch einmal an die öffentliche Hand.

Links:
Presseaussendung des FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie


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