Drohne crasht in Berliner Gedächtniskirche

Written by on 21. Dezember 2020

Obwohl es ein striktes Flugverbot rund um die Kirche gibt, wollten zwei Männer Luftaufnahmen machen – bis der Akku der Drohne keinen Saft mehr hatte.

Beim Versuch, ein Video der Gedächtniskirche zu drehen, ist eine Drohne in den Glockenturm gekracht und in der Fassade hängen geblieben. Das verkeilte Gerät musste umständlich von der Feuerwehr geborgen werden.

Gesteuert wurde die Drohne von zwei Männern vom Breitscheidplatz aus, teilte ein Sprecher des polizeilichen Lagedienstes mit. Ein Anschlag könne ausgeschlossen werden, auch verletzt wurde niemand.

Umfangreicher Feuerwehreinsatz

“Die Drohne hatte anscheinend einen schwachen Akku und blieb gegen 1.00 Uhr in einer Wabe der Eiermann-Fassade hängen.” Wahrscheinlich war eine Windböe daran schuld, dass das Fluggerät in diese missliche Lage gelangt war.

Um die Gedächtniskirche wurde eine Flugverbotszone errichtet, die den beiden „Piloten“ nicht bekannt war. Der 27- und 31-Jährige müssen sich wegen eines Verstoßes gegen die Luftfahrtregeln verantworten. Die Drohen wurde nach der Bergung beschlagnahmt. Dafür musste die Feuerwehr einen LKW-Hubsteiger mit Gelenkmast einsetzen. “Das war recht aufwendig, der Einsatz dauerte über zwei Stunden”, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Am Einsatz waren zehn Personen der Feuerwehr beteiligt.Erst am Abend vor dem Drohnencrash wurde ein Gottesdienst in Gedenken an die Oper des Terroranschlags vom 19. Dezember 2016 in der Gedächtniskirche abgehalten. Die Kirche wurde in den Jahren 1891 bis 1895 erbaut. Nachdem sie währendes Zweiten Weltkrieges schwere Zerstörungen davontrug, wurde der Turm bewusst als Ruine belassen. Ein moderner Bauer des Architekten Egon Eiermann ergänzt das Ensemble heute

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