„Doktor Google“ ist ein schlechter Arzt

Written by on 19. Mai 2020

In einer neuen Studie wird geklärt, wieso das googeln der eigenen Symptome wenig ratsam ist.

Theoretisch weiß jeder, dass es keine gute Idee ist, Google nach Symptomen zu befragen – dem Drang zu widerstehen ist jedoch schwierig. Dem Grund dafür, wieso dies wenig ratsam ist, ging nun eine Studie der Edith Cowan University auf die Spur. Die Suchergebnisse auf Google waren nämlich zum größten Teil falsch. Unter die Lupe genommen wurden 36 Medizin-Websites, von denen jedoch nur gut ein Drittel (36 Prozent) korrekte Diagnosen lieferten.

Irreführende Suchergebnisse

Die tatsächliche Erkrankung befand sich immerhin in ca. der Hälfte der Suchergebnisse unter den Top 3. Allerdings waren in weniger als 50 % der Fälle die Ratschläge, wann ärztliche Hilfe gesucht werden soll und aus welcher Fachrichtung, nicht korrekt.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es besser ist, Symptome gar nicht zu googlen, da die Suchergebnisse tendenziell weder richtig noch hilfreich seien und zum Teil sogar gefährlich für die Gesundheit. Einzelne Anzeichen können auf verschiedene Krankheitsbilder hinweise, auch auf sehr schwere Verläufe. Dies könnte den Suchenden unnötig verängstigen oder so beeinflussen, dass er sich die Krankheit sogar einbildet.

Die aktuelle Studie aus Australien bezieht sich auf englischsprachige Suchergebnisse, diese haben wahrscheinlich auch für den deutschen Sprachraum Gültigkeit. Zumindest wurde im Vorjahr eine Studie durchgeführt, die zu ähnlichen Ergebnisse kommt wie jene der Edith Cowan University.

Links:
Veröffentlichung der Edith Cowan University


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