Daten von Millionen Online Dating-Nutzern veröffentlicht

Written by on 25. Januar 2021

Sensible Daten von 2,3 Millionen Nutzer eines Dating-Portals sind frei zum Download verfügbar, lediglich Zahlungsinformationen sind nicht enthalten.

Daten von rund 2,3 Millionen Nutzern eines Dating-Dienstes sind nun in einem Hackerforum aufgetaucht. Angeblich handelt es sich dabei um die Plattform MeetMindful. Unter den veröffentlichten Daten finden sich zwar keine Zahlungsinformationen, dafür andere sensible personenbezogene Details wie Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, Wohnort, Körperdetails, IP-Adresse oder verschlüsselte Kennwörter von Nutzern.

Abgesehen von der Verletzung des Datenschutzes und der Privatsphäre der Nutzer besteht die Gefahr der „Sextortion“: Der Begriff beschreibt ein Erpressungsdelikt, bei dem diverse Daten wie auch Bilder und Videos von Nutzern herangezogen werden, um von den betroffenen Personen Geld zu erpressen. Kriminellen drohen damit, die sensiblen Daten an Familie oder Arbeitskollegen weiterzugeben, sollte kein Lösegeld fließen.

In den nun veröffentlichten Daten befinden sich allerdings kein Bildmaterial. Außerdem sind die Informationen über sechs Monate alt, wodurch nur ein Teil der aktuellen Nutzer von dem Leak betroffen ist.

Sicherheitsmaßnahmen erhöht

Die Datei mit den Informationen über Dating Portal-Nutzer umfasst 1,2 GB Daten und steht weiterhin im Hackerforum zum Download bereit. Der dazugehörige Beitrag wurde inzwischen über 1.500 Mal angesehen, wie oft die Datei heruntergeladen wurde, ist jedoch unbekannt. Laut den Plattform-Betreibern sei die Sicherheitslücke mittlerweile geschlossen. Sie rät Nutzern außerdem dazu, ihre Passwörter zu ändern.

In Summe handelt es sich um eine 1,2 GByte große Datei, die im Hackerforum nach wie vor zum Download bereitsteht. Über 1.500 Mal soll der Beitrag schon aufgerufen worden sein – wie häufig die Datei heruntergeladen wurde, ist aber unklar. Die Sicherheitslücke wurde geschlossen und die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Die Betreiber raten den Nutzern, zusätzlich ihre Kennwörter zu ändern.

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Artikel von ZDNet


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