Coronavirus ist kein Fan von Sommer

Written by on 5. Mai 2020

Laut neuen Forschungserkenntnissen könnte die Ansteckungsgefahr mit Corona bei höheren Temperaturen sinken.

In einem Artikel der israelischen Haaretz geben Forscher dem Erreger Sars-CoV-2 schlechte Chancen bei sommerlichen Wetterverhältnissen. Zumindest auf Oberflächen überlebt das Virus kürzer, je höher die Temperatur ist. Dort, wo die Sommermonate besonders warm sind, müssten dann Gegenstände im Freien nicht mehr desinfiziert werden. Trotzdem sollte man regelmäßig Hände waschen und auch Oberflächen reinigen, die oft berührt werden, wie z.B. Liftknöpfe und Türklinken.

Ausrottung unwahrscheinlich

In der Studie haben die israelischen Forscher festgestellt, dass das Virus bei Raumtemperatur von 22 Grad auf Metall- und Plastikoberflächen bis zu vier Tage überlebt. Bei 40 Grad Celsius hat das neue Coronavirus lediglich eine dreistündige Überlebensdauer. Dabei muss nur der Gegenstand diese Temperatur erreichen, was bei Plastik und Metall bei direkter Sonneneinstrahlung schnell der Fall ist. Bei 60 Grad überlebt das Virus nur noch 20 Minuten, bei 70 Grad gar nur mehr 10 Minuten.

Dennoch ist es sehr wahrscheinlich, dass das Coronavirus den Sommer überdauert. Denn die häufigste Übertragung per Tröpfcheninfektion findet auch bei höheren Temperaturen statt, vor allem, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten und auf Masken verzichtet wird.

Keine Gefahr durch Klimaanlagen

Die Studie brachte eine beruhigende Erkenntnis in Hinblick auf die Virusübertragung durch die Luft. Sars-CoV-2 haftet so gut auf Plastik und Metall, dass die bloße Nähe zu kontaminierten Gegenständen keine Gefahr darstellt. Lediglich durch starkes Schütteln könnte das Virus durch die Luft übertragen werden.

Deswegen sehen die Wissenschaftler auch Klimaanlagen nicht als gefährlich an. Sie seien keine „Virenschleudern“. Sobald sich das Virus auf eine Oberfläche befindet, könne es nicht mehr in den Kreislauf der Klimaanlage gelangen und so potenziell andere Personen im Gebäude anstecken.

Links:
Bericht von Haaretz


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