Biontech: Warnung vor Verschiebung der zweiten Impfdosis

Written by on 8. Januar 2021

Der Hersteller des ersten in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffs sieht es als riskant, die zweite Teilimpfung in größerem zeitlichen Abstand als vorgesehen durchzuführen.

Würden die zwei Dosen des mRNA-Impfstoffes in einem größeren Abstand als 21 Tagen verimpft, könne die Sicherheit und Wirksamkeit nicht gewährleistet werden, so das Pharmaunternehmen Biontech. Dazu gäbe es keine Forschungsdaten, die dies bestätigen würden. Es gäbe Hinweise, dass der Schutz gegen SARS-CoV-2 bereits zwölf Tage nach der ersten Teilimpfung eintritt, länger als 21 Tage sei der Schutz jedoch noch nicht nachgewiesen worden. Beinah alle Probanden in den Studien vor der Zulassung hätten die beiden Dosen im Abstand von drei Wochen erhalten, womit ein Wirksamkeit von 95 Prozent festgestellt wurde.

Die Warnung folgt einer Ankündigung Dänemarks, die die zweite Dosis erst nach sechs Wochen verabreichen wollen- Grund sei die Knappheit an Impfdosen. Dänemark wolle möglichst viele Menschen mit einer ersten Dosis immunisieren. Auch Großbritannien setzt auf dieses Strategie: Sie wollten sogar bis zu zwölf Wochen zwischen den beiden Impfungen verstreichen lassen. Deutschland prüft derzeit, ob mit dieser Vorgehensweise mehr Menschen effektiven Schutz zu einem früheren Zeitpunkt erhalten könnten.

Angesichts der begrenzten Mengen an verfügbarem Impfstoff hatte Dänemark am Montag angekündigt, die Impfdosen des Biontech-Vakzins mit bis zu sechs Wochen Abstand zu verabreichen. So sollen mehr Menschen in einem kürzeren Zeitraum zumindest eine erste Impfung erhalten. Großbritannien hatte angekündigt, sogar bis zu zwölf Wochen zwischen den beiden Impfungen verstreichen lassen zu wollen. Auch in Deutschland wird geprüft, die zweite Coronavirus-Impfung zu verschieben, um das Präparat zeitnah mehr Menschen verabreichen zu können.


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