Bildband über Wien im Lockdown

Written by on 28. Juli 2020

Beinahe Stillstand in einer Millionenstadt – das brachte die Coronakrise im März und April dieses Jahres mit sich. in einem Bildband wurde diese Zeit nun festgehalten.

Der Historiker Marcello La Speranza und der Fotograf Lukas Arnold dokumentieren in einem neu erschienen Bildband die außergewöhnliche Zeit des Lock-down in der österreichsichen Bundeshauptstadt.

Mit den rigorosen Corona-Maßnahmen, die ab Mitte März in Österreich galten, wurde Wien zu einem stillen Ort. Öffentliche Orte wie Restaurants, Museen, Schulen, Universitäten und die meisten Geschäfte waren geschlossen. Von Regierungsseite wurde dazu aufgerufen, möglichst das Haus nicht zu verlassen. Nur triftige Gründe wie Arbeiten, Besorugungen und das Versorgen hilfsbedürftiger Menschen waren Gründe, um die eigenen vier Wände hinter sich zu lassen.

La Speranza und Arnold verliesen dennoch ihr Zuhause, um die stadt in ungewohnter Ruhe zu erleben und auf Bildern festzuhalten. Getrennt voneinader spazierten sie im März und April durch die Straßen Wiens. Sonst lebendige Orten fanden sie menschenleer vor.

Einzigartige Momentaufnahmen

„Das war wirklich eine einmalige Situation, die Wien in dieser Form noch nie erlebt hat. Sie hat gezeigt, wie optisch einzigartig sich die Stadt zu dieser Zeit präsentiert hat“, so La Speranza. „Diese Aufnahmen, diese Momente, diese Perspektiven, die wir in unserem Bildband eingefangen haben, kommen so kein zweites Mal vor.“ In diesen Momentaufnahmen der Stille war dennoch zu bemerken, wie sich etwas verändert.

„Die Innenstadt war komplett leer, die U-Bahn-Stationen wurden zu Geisterbahnhöfen. Es war wirklich niemand auf der Straße. Das sind einfach Aufnahmen, die einmalig sind und die diese Situation historisch festhalten“, sagte der 22-jährige Arnold.

Was drinsteckt

Rund 130 Bilder zeigen durchaus berühmte Plätze Wiens, genauso wie Fotos von Graffitis zum Thema Corona, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Auf diese Weise entsteht ein Streifzug durch ein Wien, das Tourismusattraktionen genauso beleuchtet wie alltägliche Ecken während des Lock-Downs.

In dem Bildband finden sich etwa 130 Fotos von vielen bekannten Plätzen in Wien, aber auch Fotos von Verordnungen und Regeln sowie Coronavirus-Graffiti, die es jetzt schon wieder nicht mehr gibt. Das Buch ist also nicht nur auf Touristenplätze beschränkt, sondern es zeigt einen generellen Querschnitt vom Leben der Menschen im März und April.

Links:
Der Bildband zu Wien im Lock-Down


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