Beschlagnahmtes Bitcoin-Vermögen verschwunden

Written by on 30. April 2021

Da die Ermittler nicht über das Passwort zum Bitcoin-Konto verfügten, konnte ein illegal erwirtschaftetes Vermögen einfach verschwinden.

Eigentlich ist das durch Drogenhandel ergatterte Vermögen schon längst polizeilich beschlagnahmt gewesen. Das Vermögen in Form von Bitcoin hat sich aber mittlerweile in Luft aufgelöst – wie der Koblenzer Generalstaatsanwalt mitteilte, wurde das Konto bereits Ende 2019 leergeräumt. Ob der für den Drogenhandel verurteilte Dealer hinter der dem Verschwinden des Millionenbetrags steckt, wollte der Staatsanwalt nicht erläutern. Die Kryptowährung konnte deswegen abgegriffen werden, weil die Behörden nicht über das Passwort für das Bitcoin-Depot verfügten.

Die Verurteilung des Dealers geht auf das Jahr 2017 zurück. Die Freiheitsstrafe von 15 Jahren begründete der Richter damit, dass der Angeklagte den bis dahin größten Onlinehandel für illegale Drogen in Deutschland betrieben hatte. Mehr als 5.300 Drogengeschäfte konnten ihm nachgewiesen werden, die zu einer zusätzlichen Geldstrafe von zunächst zehn Millionen Euro führte. Nach einer Berufung wurde dieser Betrag auf 1,5 Millionen Euro reduziert.

Ungeklärte Rechtsfrage

Nach dieser Bekanntgabe stieg der Kurs von Bitcoin stark an. Der „Internet-Schatz“ hat einen Wert von rund 20 Millionen Euro. Da der Kurs der Kryptowährung stark schwankt, ist es nicht leicht festzustellen, welchen Euro-Wechselkurs herangezogen wird um zu bemessen, wie viel dem deutschen Staat entgangen ist. Dazu der Generalstaatsanwalt: „Die Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Abschöpfung von Bitcoins sind in der Rechtsprechung noch weitgehend ungeklärt.“


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