Aufruf zu filmischem Kunstprojekt

Written by on 16. Juli 2020

Für die künstlerische Aufbereitung der Lockdown-Phase suchen Filmschaffenden nun nach Einsendungen privater Handyvideos, um ein authentisches Abbild dieser außerordentlichen Phase aus persönlichen Blickwinkeln zu gestalten.

In einem Projekt haben sich Künstlerinnen zusammengeschlossen, die mit persönlichen Handy-Aufnahmen die Zeit des Corona-Lockdowns rekapitulieren wollen. Interessierte können ihre Videos auf www.echtzeitexperiment.at hochladen. Daraus soll ein Film mit dem Titel „Corona-Rolle“ entstehen.

„Plötzlich war die Stadt leer wie in einem Science Fiction Film.” „Homeoffice, Homeschooling und Kontaktverbot zu den Großeltern. Es war nicht klar, wie lange das dauern wird.” „Ich bin nachts immer mit meinem Mann spazieren gegangen, denn unsere Wohnung hat ja nur 23 Quadratmeter.“ „Hauptsache nicht krank werden, haben wir uns gedacht.”

Solche Schnipsel und Gedanken spiegeln die Zeit der Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Pandemie in diesem Frühjahr wider. Für jeden war die Situation neu und war mit vielen Unklarheiten und Ängsten verbunden.

Kollektiver Filmkalender

Was daraus entstehen soll, erklärt Elisabeth Scharang, Regisseurin des Kunstprojekts: „Wir montieren die Handyvideos zu einem kollektiven Filmkalender“. 

„Wir haben uns als Gruppe über elektronische Medien während des Lockdowns gefunden und vernetzt und so funktioniert auch dieses Filmprojekt“, sagt Martina Theininger, Filmschaffende und organisatorische Leiterin.

Projektion auf Hauswände

Das #EchtzeitExperiment wird am 22.8. im Programm des frame[o]ut Open Air Cinema im MuseumsQuartier Wien gezeigt. Danach werden dieser kollektive Filmkalender eine Woche an diverse Hauswände in Wien projiziert, verantwortlich sind dafür die Architektin Ursula Hofbauer und Projektionstechnikerin Mirjam Bromundt.

Der Upload von Videos, die zwischen 10. März und 30. Juni aufgenommen worden sind, ist bis 25. Juli möglich.

Links:
Webseite des #EchtzeitExperiment


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