Auch Verkauf von Duftkerzen „leidet“ an Corona

Written by on 1. Dezember 2020

Parfümierte Kerzen erhalten seit Beginn der Corona-Pandemie ungewöhnlich viele schlechte Bewertungen – und das ist kein Zufall.

Dass sich das Kaufverhalten aufgrund der Corona-Krise ändert, ist leicht nachvollziehbar. Wieso es aber gerade Anbieter von Duftkerzen besonders hart trifft, hat die die Studentin der Sozialpsychologie Kate Petrova per Zufall herausgefunden.

Zunächst handelte es sich lediglich um eine Vermutung, der Petrova im Rahmen einer Harvard-Studie wissenschaftlich nachging: Sie analysierte die Bewertungen von zunächst drei und dann von fünf der beliebtesten Duftkerzen auf Amazon. “Zwischen Jänner 2017 und Jänner 2020 bewegten sich die durchschnittlichen Bewertungen bei rund 4,3 von 5 Punkten”, erklärt sie in einem Interview. “Aber zwischen Jänner und November 2020 gab es einen starken Rückgang.”

Geruchssinn beeinträchtigt

Sie sieht einen starken Zusammenhang mit der Verbreitung der Corona-Pandemie. Durch eine Infektion verlieren viele Erkrankte ihren Geruchssinn, wodurch die Beliebtheit von Duftkerzen sinkt.

Scherzhaft bemüht sich Petrova um den Ruf von parfümierten Kerzen: “Wenn Sie noch einen Geruchssinn haben, kaufen sie vielleicht eine Duftkerze und hinterlassen ein nettes Kommentar. Und nein, ich arbeite nicht für einen Kerzenhersteller. Ich mag es nur, mir Daten genauer anzuschauen.”

Links:
Interview mit The Independent


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