Auch nach Corona: Elektronisches Rezept bleibt

Written by on 4. Januar 2021

In einem Pilotprojekt wird nun erprobt, wie das für 2021 geplante E-Rezept bestenfalls funktioniert.

Viele kennen es wahrscheinlich mittlerweile: damit  möglichst wenige Patienten in die Arztordinationen gehen, konnte das E-Rezept per Anruf bestellt und elektronisch an Apotheken übermittelt werden. Das mittlerweile bewährte System soll nun institutionalisiert werden – so der Plan der sozialversicherungsträger und der Apothekerkammer für dieses Jahr.

Der ganze Prozess vom Erstellen des Rezepts, der Abgabe und die Abrechnung solle digitalisiert werden, erläutert Peter Lehner, der für das erste Halbjahr 2021 als Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger bestellt ist.

Pilotphase

In einem Pilotprojekt sollen alle Prozesse, die für das E-Rezept benötigt werden, einen Test durchlaufen. Im Laufe des Jahres 2021 soll die papierlose Rezeptübermittlung auf ganz Österreich ausgebaut werden.

Die derzeitige Lösung der E-Medikation soll möglichst nahtlos von dem neuen Prozedere abgelöst werden: „Das E-Rezept bringt Sicherheit und Service. Missbrauch, Mehrfacheinlösen oder Fälschungen können damit effektiv unterbunden werden“, so Lehner.

Software-Schnittstellen testen

Den Anfang machen einzelne Apotheken in den Kärntner Bezirken Wolfsberg und Völkermarkt. Untersucht wird vor allem, wie die Schnittstelle zu den unterschiedlichen Software-Lösungen der Apotheken zum System des E-Rezept funktionieren.

In einer dreimonatigen Phase des Pilotbetriebs werden möglichst alle Apotheken und Arztpraxen der Region miteinbezogen. „Während dieser Phase werden wir überprüfen, ob alle Services des E-Rezepts einwandfrei funktionieren. Dazu zählen etwa die Abrechnung der E-Rezepte, die tagesaktuelle Befüllung des Kontos zur Rezeptgebührenobergrenze und die Geschwindigkeit des Systems“, erklärt Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.


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