Astronomen warnen Musk wegen Starlink-Auswirkungen

Written by on 26. August 2020

Zahlreiche Astronomen wenden sich nun mit einem Appell an Elon Musk, da das Satelliten-Netzwerk von SpaceX zu Behinderungen bei der Forschung führen könnte.

Die Warnung ist deutlich: Starlink habe einen „extremen Einfluss“ auf die astronomische Forschung, heißt es in einem Bericht der Satellite Constellation 1. Der nächtliche Himmel verändere sich durch die hellen Satelliten und schränke damit die Forschung der Astronomen deutlich ein.

In die Untersuchung flossen Beobachtungen von 250 Astronomen und Satellitenbetreibern ein, die den Einfluss von Satelliten-Konstellationen auf die Wissenschaft näher betrachtet. „Die Worst-Case-Konstellation würde richtig ernsthafte Effekte auf wissenschaftliche Programme haben“, heißt es in dem Bericht. Manche Effekte hätten wenig Einfluss auf die Forschung, andere wiederum sind alarmierend.

Zu hell, zu hoch

Im Rahmen des Starlink-Projekts von SpaceX werden mehr als 30.000 Satelliten ins Weltall geschossen, um auch entlegene Gegenden der Welt mit High-Speed-Internet zu versorgen. Dadurch würde sich die Anzahl jener Objekte, die sich in Erdnähe bewegen, binnen kurzer Zeit verdoppeln. Am liebsten wäre den Astronomen deshalb, das Starlink-Projekt zu beenden. Alternativ schlagen sie vor, die Satelliten weniger zu beleuchten und niedriger fliegen zu lassen, damit diese weniger Sonnenlicht reflektieren.

Nicht zum ersten Mal wird SpaceX aufgrund des Starlink-Programms kritisiert. Nicht nur verschmutzen die bisher 600 Stück das All, auch UFO-Meldungen gibt es vermehrt wegen der Starlink-Satelliten. Astronomische Auswirkungen hatten die Satelliten bereits: Wegen ihrer Helligkeit war der Komet Neowise in manchen Teilen der Welt nur schlecht zu sehen.

Links:
Artikel im Independent
Bericht über Auswirkungen auf Astronomie durch Starlink


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