Asteroid setzt Rost an

Written by on 29. Oktober 2020

Oxidation und somit Rost sind auch im Weltall möglich – nachgewiesen wurde dies am metallischen Objekt 16 Psyche.

Mit einem Metallanteil von geschätzten 30 bis 60 Prozent ist „16 Psyche“ ein besonders interessanter Himmelskörper für Weltraumforscher. Eine Vermutung ist, dass es sich bei dem Brocken mit 226 Kilometer Durchmesser um einen vormaligen Kern eines Planeten handelt, der nach einer Kollision mit anderen Objekten während der Entstehung des Sonnensystems seiner Hülle entledigt wurde.

Rost erstmals entdeckt

Bei einer Betrachtung des Asteroiden im UV-Lichtbereich konnten Forscher der Southwest Research Institutes in Texas erstmals Rostpuren auf 16 Psyche entdecken. In einer Presseaussendung werden von Tracy Becker, einer Projektmitarbeiterin des Instituts, Eisenoxidspuren bestätigt: „Das ist ein Hinweis darauf, dass auf dem Asteroiden Oxidation stattfindet. Das könnte das Resultat von Sonnenwind sein, der die Oberfläche trifft.“

Interessant genug für Sondenmission?

Die Forscher nehmen an, dass der Asteroid zum Großteil aus Nickel und Eisen besteht. Da 16 Psyche sich weit entfernt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindet, kann dies aber nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Um Psyche genauer zu untersuchen, plant die NASA bereits eine Mission per Raumsonde.

„Was Psyche und die anderen Asteroiden so interessant macht, ist, dass sie als die Bausteine des Sonnensystems gelten“, sagt Becker. „Herauszufinden, woraus ein Planet wirklich besteht und da hineinzusehen, ist wirklich faszinierend. Sobald wir zu Psyche kommen, werden wir wirklich verstehen, was los ist, selbst wenn es anders kommt, als wir uns vorstellen. Wenn es Überraschungen gibt, ist das immer aufregend.“

Links:
Presseaussendung des Southwestern Research Institute
Bericht von Science Alert


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