App „Coronavirus Tracker” erpresst Nutzer

Written by on 27. März 2020

Die App droht mit der Veröffentlichung privater Daten, sollte keine Zahlung eingehen.

Cyberkriminelle sind sehr erfinderisch, wenn es um die Anpassung an neue Trends und weltweite Phänomene geht. Derzeit wird die Coronakrise ausgenutzt, um unvorsichtige Anwenderinnen und Anwender in die Bredouille zu bringen. Sowohl schadhafte Software als auch Phishing-Versuche machen die Runde. Das Cybersecurity Unternehmen SonicWall warnt nun vor einer neuen Entwicklung: Eine App namens „Coronavirus Tracker“ droht nach der Installation, private Nachrichten und Bilder zu teilen, sofern nicht binnen 24 Stunden ein bestimmter Geldbetrag überwiesen wird.

Komplizierte Deinstallation

Beim Versuch, die App zu entfernen, stößt man leider zunächst auf Schwierigkeiten. In den Handyeinstellungen ist der Button zum Deinstallieren nicht aktiv und ausgegraut. Erfolgreicher ist man, wenn dem App in den Einstellungen sämtliche Berechtigungen inklusive der Admin-Rechte genommen werden. Dann kann auch die Deinstallation erfolgen.

Anscheinend dürften noch nicht viele auf die Erpressung eingegangen sein, denn SonicWall bemerkten keinen Anstieg in der BitcoinWallet, die in der App angegeben wird.

Informationen nur aus verlässlichen Quellen

Abgesehen von potenziell schadhafter oder betrügerischer Software sind viele (Halb-)Wahrheiten über das Coronavirus und dessen Verbreitung im Netz zu finden. Verlässliche Informationen kann jeder von der Webseite des Gesundheitsministeriums beziehen. Eine interaktive Karte mit aktuellen Zahlen zur weltweiten Verbreitung stellt die renommierte Johns Hopkins Universität zur Verfügung.

Wer trotzdem gerne Apps für informative Dienste benutzen will, sollte sich noch ein paar Tage gedulden und die offizielle Anwendung der Weltgesundheitsbehörde WHO abwarten.

Links:
Österreichisches Gesundheitsministerium
Interaktive Karte der Johns Hopkins Universität
Webseite der WHO



Current track

Title

Artist

Background