Aktivität am Mond

Written by on 6. Mai 2020

Forscher haben neue Gebirgsformationen am Mond entdeckt, die auf tektonische Vorgänge hinweisen.

Die Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter lieferte Daten zu freigelegtem Grundgestein auf einigen Bergrücken auf der erdzugewandten Seite des Mondes. Laut dem Forscher Peter Schultz von der Universität Bern könnten diese Erkenntnisse ein Beweis für tektonische Aktivitäten an der Oberfläche des Erdtrabanten sein.

Denn dieses Grundgestein ist nur selten an der Mondoberfläche zu entdecken. Großteils ist der Mond mit zermahlenem Gestein in Pulverform bedeckt, dem sogenannten Regolith. Diese Oberfläche entsteht durch ständige Einschläge winziger Meteoriten und anderer Himmelskörper.

Wichtig für zukünftige Mondmissionen

Deswegen folgen die Forscher in einer Studie, die im Fachmagazin „Geology“ erschienen ist, dass die neu entdeckten, nicht mit Regolith bedeckten Flecken noch relativ neu sein müssen. „Aus unserer Studie geht hervor, dass es auf dem Mond wohl noch immer knirscht und knackt“, so Schultz in einer Aussendung.

Die Theorie der Forscher lautet, dass sich die Gebirgsketten nach wie vor aus dem Mondinneren nach außen drücken. Dadurch entstehen Risse an der Oberfläche, in die der Regolith einrieselt und deswegen Grundgestein sichtbar ist. Laut Mitautor Adomas Valantinas sind diese Informationen für zukünftige Mondmissionen entscheidend, da Proben von diesen tektonisch aktiven Stellen besonders viele neue wissenschaftliche Daten liefern können.

Links:
Lunar Reconnaissance Orbiter
Veröffentlichung in Geology


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