8 Teilnehmer der Ransomware-Gruppe REvil verhaftet

Written by on 16. Januar 2022

Nach der Zerschlagung der berüchtigten Hackergruppe REvil sind 8 ihrer Teilnehmer in Russland in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Gericht in Moskau ordnete am Samstag an, dass sie bis Mitte März inhaftiert bleiben. Ihnen drohen bis zu sieben Jahre Haft. REvil stand außerdem hinter einem spektakulären und folgenschweren Ransomware-Angriff auf die US-Softwarefirma Kaseya im vergangenen Jahr.

Vermögen beschlagnahmt

Die russischen Ermittler waren auf Bitten der USA gegen die Hackergruppe vorgegangen. Der Inlandsgeheimdienst FSB nahm am Freitag nach bestimmten Angaben Durchsuchungen an 25 Orten in fünf russischen Bereiche vor, die sich gegen 14 Verdächtige richteten. Bei den Razzien wurden laut FSB Vermögen in Höhe von umgerechnet 4,8 Millionen € wie auch 20 Luxus-Autos beschlagnahmt.

Das Firmen mit Sitz in Miami liefert IT-Dienstleistungen an 40.000 Geschäftskunden auf der ganzen Welt. Als Folge des Angriffes musste beispielsweise die schwedische Supermarktkette Coop die Mehrheit ihrer Filialen auf Grund ausgefallener Kassensysteme einstweilig schließen.

USA machen Druck

Die Cybersicherheit war eines der Hauptthemen eines Gipfeltreffens von US-Präsident Joe Biden und Kreml-Chef Wladimir Putin im vergangenen Juni. Die beiden Staatschefs sagten sich untereinander eine verstärkte Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Cyberkriminalität zu. Im Juli forderte Biden Putin auf, gegen Ransomware-Gruppen in Russland aktiv zu werden. Alternativ würden die USA „alle nötigen Maßnahmen“ ergreifen, um ihre Bürger zu behüten.

Bei Ransomware handelt es sich um eingeschleuste Software, die Rechner und alternative Systeme blockiert. Im weiteren Verlauf werden die Betreiber erpresst, hierdurch die Systeme erneut freigeschaltet werden. In dem Begriff befindet sich das englische Wort für Lösegeld („ransom“). Nach Angaben des US-Finanzministeriums wurden nach solchen Cyberattacken im ersten Halbjahr 2021 bloß in den Vereinigten Staaten 590 Millionen Dollar (515 Mio. Euro) an Lösegeld gezahlt.


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